Ausgedacht und ausgeführt wurde die packende musikalische Geschichte vom jungen Pianisten Dominik Tremel und dem Kontrabassisten Dietmar Engel.
Als der wilde Kerl, gespielt von Dominik Tremel, in eine tiefe Traumgeschichte fällt, da steckt der notorische Erzeuger tiefer Töne, Dietmar Engel, samt Kontrabass schon unter dem weißen Traumtuch. Das verwandelt sich in ein großes Segel, mit dem Tremel und Engel zu Arvo Pärts sanft fließendem Stück "Spiegel im Spiegel" übers Meer ziehen.
In Francois Rabbaths und Jean Francaix' Stücken müssen die tiefen Töne durch Zauberkraft gebannt werden, bevor die beiden Musiker geschickt die Funktionsweise des Kontrabasses erklären. Immerhin interessieren sich nach dem dreiviertelstündigen Konzert viele Kinder für das klangvolle Ungetüm unter den Instrumenten.
Wieder im Land der tiefen Töne will der König tanzen (zu Domenico Dragonettis Walzer für Kontrabass solo). Die Kinder kriegen wie gewünscht die großen Tiere zu hören, bis zum Auftritt des Elefanten in Camille Saint-Saens "Karneval der Tiere". Trotz all des Wunderbaren will der wilde Kerl - sehnsuchtsvoll versunken in "A Deep Song" von John Walton - wieder nach Hause. Er segelt zurück unter Gabriel Faures Klängen. - Wenn das kein besonderes Abenteuer für kleine und große Kinder war.