"Was steht an?", erkundigt sich Jugendkoordinator Sebastian Böhnlein. "Basketball!", rufen rund 300 Schüler im Chor. "Wer sind wir?", will er nun wissen. "Die Brose Baskets!", schallt es ihm entgegen. "Und wo kommen wir her?" - "Aus Bamberg!"

So geht es also los, wenn zehn Jugendtrainer der Brose Baskets einen Aktionstag rund um den Basketballsport veranstalten. In der Halle der Pestalozzi-Volksschule in Coburg geht es rund: Elf Klassen aus vier Schulen sind mit ihren Lehrkräften versammelt, um ein spezielles Training zu absolvieren.

Alles dreht sich um den roten Ball

Den ganzen Freitagvormittag dreht sich alles nur um den roten Ball: "Heute lernen die Kinder alle Grundelemente des Basketballs", erläutert Sebastian Böhnlein. "Dazu gehören Dribbeln, Passen, Werfen, Ballgefühl, Korblegen und auch Koordination." Die sei bei vielen Schülern leider nicht mehr vorhanden, bedauert er. "Viele Kinder können keinen Ball mehr fangen." Und: Fairplay sei wichtig, betont er. "Das lernen sie heute auch." An elf Stationen können sich die kleinen Sportler austoben und fleißig trainieren. Dabei müssen sie gut zuhören, denn manche der Jugendtrainer sprechen nur Englisch.

"Im Rahmen eines freiwilligen Nachmittagsunterrichtes trainieren unsere dritten und vierten Klassen jeden Mittwochnachmittag Basketball", erläutert die Schulleiterin der Pestalozzi-Schule, Karina Kräußlein-Leib. "Ziel ist es, den Kindern die Sportart näherzubringen."

Initiative des bayerischen Kultusministeriums

"Sport nach 1" heißt die Initiative des bayerischen Kultusministeriums, die die Jugendtrainer der Brose Baskets mit einem 90-minütigen Training hier umsetzen. "Das ist ein kostenloses Angebot für die Schulen", informiert Böhnlein.

Nun wurde das Projekt mit der Pestalozzi-Schule als Gastgeber in einem größeren Rahmen aufgezogen. Dabei beteiligten sich zusätzlich auch die Melchior-Franck-Schule, die Luther-Schule und die Jean-Paul-Schule. Insgesamt rund 300 Schüler machen mit. "Wir machen das regelmäßig", erläutert Sebastian Böhnlein, "auch im Coburger Raum. Im letzen Jahr hatten wir über 13 000 Kinder bei uns." Ohne Sponsor, betont der Jugendkoordinator, würde das allerdings nicht funktionieren. In Coburg unterstützt die VR-Bank die Aktionen der Basketballer. Außerdem kooperieren die Brose Baskets mit den Coburger Basketballern.

Trainer nimmt sich Zeit

Murat Avcilar ist der hauptamtliche Jugendtrainer beim BBC. Er zeigt den Kindern, wie man richtig wirft, und nimmt sich viel Zeit und Geduld für die kleinen Sportler. Für den neunjährigen Jakob kommt der Projekttag zur rechten Zeit: "Ich suche mir sowieso gerade einen neuen Sport", erklärt er. Ein Wurfwettbewerb sorgt für Spannung: Fünf Minen lang dürfen die Klassen versuchen, den Korb eines überdimensionalen Sparschweins zu treffen. "Die Klasse, die die meisten Körbe erzielt, erhält Kinogutscheine", sagt Böhnlein. "Damit lässt sich die Leistung der Klassen gut vergleichen." Die elfjährige Joelyna aus der Melchior-Franck-Schule macht gerade Pause. Sie erzählt: "In unserer Schule spiele ich manchmal mit meinen Freundinnen auf dem Pausenhof Basketball. Da hängen zwei Körbe und wir können uns die Bälle ausleihen." Gut gefallen habe ihr das abwechselnde Dribbeln mit beiden Händen. Ihr Schulkamerad Norik ist stolz auf seine Klasse: "Wir haben beim Wettbewerb 25 Körbe geworfen."