Nach seinen eigenen Worten verblieben Christian Gunsenheimer bis zum Ende seiner Amtsperiode am 29. April abends genau 29 Stunden; einen beachtlichen Teil dieser kostbaren Spanne nutzte er, um Rechenschaft über die vergangenen zwölf Jahre abzulegen, in denen er Ideengeber war und unter Mitwirkung des Gesamtgemeinderates die Richtung der Gemeindepolitik realisierte.

Gunsenheimers Rückblick

Was ihm wichtig schien, war der Rückblick auf die berüchtigten " ersten 100 Tage" jedes Politikers; hier sammelte er - als "Jungspund", wie er sich bezeichnete, - 2002 die ersten Erfahrungen, die ihm sowohl von seinem Vorgänger Hermann Lankl als auch von den "alten Hasen" im Gemeinderatsgremium bereitwillig vermittelt worden seien.

In den Mittelpunkt der von den Verwaltungsangestellten vorbereiteten Feierstunde stellte der scheidende Bürgermeister folgerichtig einen Ehrungsteil. Gunsenheimer zeichnete seine "Lehrmeister" von 2002 nach Mitgliedsdauer im Gemeinderat aus. Für sechs Jahre wurden mit einem wertvollen Krug verabschiedet: Tobias Franke, Heidrun Hauptmann, Thorsten Helmprobst, Ralf Mandler und Andreas Müller.

Präsent und Urkunde

Wolfgang Friedrich war jahrelang Dritter Bürgermeister, zwölf Jahre Gemeinderat und erhielt die kommunale Ehrenmedaille in Silber. Das gleiche Präsent mit Urkunde ging für 18 Jahre an Hartmut Grosch und Rudolf Litzen. Joachim Hahn scheidet nach 24 Jahren aus. Für sein 24 Jahre dauerndes Engagement erhielt anschließend Martin Gahn den ersten, neu entworfenen Ehrenteller der Großgemeinde. Hahn wurde ebenso wie Werner Strehler die Ehrenmedaille in Gold ausgehändigt.

Strehler rief seinen Nachfolgern zu: "Weist neue Wohngebiete für junge Familien aus und fördert unser Vereinswesen!" Joachim Hahn war es dann, der Christian Gunsenheimers Schaffen würdigte, wobei er meinte, es sei ihm nie etwas so schwer gefallen, wie diesen Bürgermeister zu verabschieden. Er habe viele neue Projekte begonnen. Gunsenheimer sprach allen, die ihn ein Dutzend Jahre begleiteten, herzlichen Dank aus und räumte ein, die Aufgabe seines Amtes werde von einem deutlichen Gefühl von Wehmut begleitet.

Es lebe, es gedeihe, es blühe

Dessen ungeachtet wünschte er seinem Nachfolger Wolfgang Bauersachs Erfolg in seiner Arbeit. Ein an Bauersachs überreichter, grüner Baum-Steckling sollte das "Vivat, crescat, floreat!" Weitramsdorfs ausdrücken. Die Feierstunde umrahmte musikalisch Eric Konietzko am Piano, für das leibliche Wohl sorgten anschließend die Damen der Verwaltung mit einem köstlichen, kalten Büfett.