"Die Gemeinde Sonnefeld wünscht sich, dass die Bevölkerung auf dem Wochenmarkt wieder eine Grundversorgung an Nahrungsmitteln erwerben kann. So wie es eben früher auch war", meint der Zweite Bürgermeister von Sonnefeld, Claus Höcherich (GUB), während er zwischen den verschiedensten Verkaufsständen umherbummelt. "Der Sonnefelder Wochenmarkt findet heute zum ersten Mal auf dem frisch renovierten Innenhof der Sonnefelder Domäne statt und ist weiterhin, wie gewohnt, jeden zweiten Donnerstag von 14 bis 18 Uhr", erzählt Claus Höcherich.

Der Zweite Bürgermeister hofft, dass der Andrang noch größer wird und das Angebot von den Bürgern gut angenommen wird. "Durch das neue Ambiente haben wir auf jeden Fall eine gute Grundlage für die Marktleute geschaffen. Wie sich der Wochenmarkt weiterhin entwickelt, hängt natürlich von den Bürgern ab."
Sigrid Merz, die das "Schwiitzer Lädli" in Neuses am Brand besitzt, war von Anfang an beim Sonnefelder Wochenmarkt mit ihrem Stand dabei. "Ich habe die Leute am Anfang zusammengetrommelt, sodass überhaupt erst ein Markt in Sonnefeld zustande kam", erinnert sie sich. "Mit dem neuen Ambiente kann der Wochenmarkt nur noch besser werden. Die Autofahrer, die durch Sonnefeld fahren, sehen die Stände nun von der Straße aus und werden so hoffentlich öfter anhalten", denkt Sigrid Merz. An ihrem Stand gibt es unter anderem Bauernbrot aus dem Holzbackofen und Käse, der überwiegend aus der Schweiz stammt.


Er will sich in Sonnefeld einen Namen machen

Verschiedene Nüsse und Trockenfrüchte, wie zum Beispiel Maulbeeren, Feigen oder Goji-Beeren werden an Rolf Apfelds Stand angeboten. "Ich lege sehr viel Wert darauf, dass meine Produkte nicht mit Zusatzstoffen versehen sind und aus kontrolliert ökologischem Anbau stammen", so der Baunacher. Rolf Apfeld ist erst seit kurzer Zeit auf regionalen Märkten unterwegs und möchte sich durch sein ausgefallenes Angebot etablieren. "Ich bin heute zum ersten Mal in Sonnefeld auf dem Wochenmarkt und erhoffe mir langfristig eine gute Stammkundschaft. Da die Nahversorgung in kleineren Orten oft ein Problem darstellt, wünsche ich mir, dass die Marktleute und die Gemeinde, was den Wochenmarkt betrifft, Hand in Hand arbeiten. Das neue Ambiente ist auf jeden Fall sehr ansprechend gestaltet", sagt Rolf Apfeld.

Benjamin Hirsch, der auch "Biobenni" genannt wird, ist heute zum ersten Mal auf dem Sonnefelder Wochenmarkt vertreten. Er verkauft ausschließlich Bioprodukte, die er auch selber anbaut. "Als die Gemeinde Sonnefeld mir wegen des Wochenmarktes geschrieben hat, nahm ich die Gelegenheit, selber einmal mit meinem Stand hierher zu kommen, gerne wahr", berichtet Benjamin Hirsch. Biobenni hofft, dass die Leute seine Produkte zu schätzen wissen und nicht mit Obst und Gemüse aus den Supermärkten vergleichen.


Mit einem gewissen Stolz

"Alles, was ich hier an meinem Stand verkaufe, habe ich auch selber angefertigt. Dazu verwende ich ausschließlich Wolle von einem deutschen Hersteller", erklärt Tanja Koschwitz, die den Laden "Koschis Wolldesign" in Rödental betreibt, stolz. In ihrem Sortiment befinden sich neben Socken und Mützen auch Spielsachen für Kinder und Babys sowie Filzschuhe und Schals. Die Rödentalerin wünscht sich, dass der Wochenmarkt von der Bevölkerung gut angenommen wird. "Ein Markt wie dieser unterstützt lokale Geschäfte enorm. Da der Handel über das Internet immer größer wird, ist es wichtig, dass regionale Händler gefördert werden", denkt Tanja Koschwitz.

Marina David arbeitet als Angestellte für den Verkaufsstand "Fisch & Feinkost" aus Lauter-tal. "Wir erhoffen uns in Sonnefeld viele neue Kunden. Wenn die Nachfrage da ist, bieten wir zukünftig auch Backfisch, Pommes und Calamaris an. Der neue Standort in Sonnefeld ist sehr günstig gelegen. Vielleicht würden Schilder, die auf den Wochenmarkt hinweisen, noch mehr Leute anziehen", sagt Marina David.

Obst, Gemüse und Blumen gibt es am Verkaufsstand der Gärtnerei Pressel. "Wir sind bereits seit vier Jahren auf dem Sonnefelder Wochenmarkt dabei. Die Kunden sind sehr nett und mit der Ware stets zufrieden. Bald geht der Verkauf der Setzlinge wieder los", berichtet Michael Gröner.