Der Suchinstinkt nach seltenen Briefmarken, Karten und Münzen lockte wieder einige hundert Sammler aus ganz Deutschland wie aus der Mainregion und aus dem Schwabenland nach Neustadt. In der Turnhalle in der Heubischer Straße fanden am Wochenende die 25. Grenzland-Tauschtagen.

Rund 45 Sammler hatten ihre Schätze in der Halle aufgebaut und präsentierten sie den Sammlern. Diese stöberten genüsslich in den Mengen von Briefmarken und Münzen, drehten die Karten aufmerksam in der Hand und nahmen sie in Augenschein. Anschließend prüften sie alles genauestens mit der Lupe auf Echtheit und Beschädigungen und tauschten schließlich die begehrten Wertstücke.

Sonderstempel zum Jubiläum

Die Deutsche Post war anlässlich des Jubiläums auch mit einem Sonderpostamt vertreten und hatte einen Sonderstempel für die Jubiläumstauschtage erstellt, der nur an den Tauschtagen vergeben wurde. Er zeigt "Hänsel und Gretel mit der bösen Hexe" sowie zwei Bären. Außerdem gab es von Briefmarkensammlern auch besondere Schmuckkuverts zum Thema "Bayerische Puppenstadt".

Großes Thema Weltkrieg

Auf besonderes Interesse stieß die Sonderausstellung zum des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. In großen Schaukästen wurden Zeitdokumente mit Briefen und Literatur sowie Ehrenzeichen gezeigt. Vieles, was in der Region Geschichte schrieb, war zu sehen. Die Auswirkungen des Kriegsgeschehens auf die Region konnte man nachvollziehen anhand vieler Heimatbelege. Auch Besonderes war darunter, zum Beispiel Reservistenpfeifen.

Aus Nachlässen, Sammlungen und Unterlagen der 95er-Kameradschaft gab es einige besondere Stücke, darunter Bierkrüge und Bücher in den Vitrinen. Auch ein Teil der in Neustadt hergestellten Spielsachen von Hausser und Rolly Toys - ein großes Stück Zeitgeschichte - waren in der Sonderausstellung zu sehen.

Ebenso war "Elivs" in der Ausstellung vertreten. So wurden bei vielen Besuchern alte Erinnerungen an längst vergangene Zeiten wieder wach. Was auch noch dazu beitrug: An einem Stand in der Halle wurden auch Spielwaren getauscht.