Das Vorgehen sei stets ähnlich: Die Täter versenden eine sogenannte "Phishing-Mail", die den Nutzern von Deutscher Post oder DHL täuschend echt den Anschein der Originalinternetseite vorspiegelt. In dieser E-Mail werden die Nutzer unter einem dringenden Vorwand aufgefordert, auf einer verlinkten Seite ihre Zugangsdaten wie die Postnummer und die vierstellige PIN für die Nutzung der Packstation einzugeben. In manchen Fällen sind die Täter jedoch auch schon auf andere Weise an die wichtigen Daten gelangt. Die Betrüger können so auf Kosten der Opfer hochpreisige Ware bestellen.

So passierte es auch Mitte Juli einem 52-jährigen Mann aus dem Landkreis Coburg, wie die Polizei berichtet. Der Mann habe von DHL die für ihn überraschende Nachricht erhalten, dass in zwei verschiedenen Packstationen Pakete hinterlegt seien, obwohl der Mann in dieser Zeit gar nichts bestellt hatte. Nur wenige Stunden später hatte der Täter bereits ein Paket abgeholt, kurze Zeit darauf die andere Lieferung. Der 52-Jährige sei nun der Leidtragende, da mit seinen Daten die Waren bestellt und geliefert worden waren.

Die Polizei rät deshalb dringend, niemals die persönlichen Zugangsdaten für die Packstation preiszugeben. Sollten die Nutzer die überraschende Nachricht bekommen, dass eine für sie unerwartete Lieferung zu einer Packstation unterwegs oder bereits dort hinterlegt ist, sollten sie unbedingt sofort die Polizei verständigen. Nur so können die Beamten schnell die erforderlichen Maßnahmen treffen und die Betrüger auf frischer Tat, zum Beispiel bei der Abholung an der Packstation, dingfest machen. Dadurch wird auch ein größerer Schaden und Probleme für den ahnungslosen Inhaber des Packstations-Kontos verhindert.