Demnach geht es um den Verdacht eines Verstoßes gegen das Urheberrechtsgesetz. Konkret: Die Veitenstein Media GmbH soll jahrelang Computer-Programme großer Softwarefirmen genutzt haben, ohne die dafür fälligen Lizenzgebühren bezahlt zu haben. Nach Tageblatt-Informationen wurden während der Durchsuchung in Creidlitz auch sämtliche Computer beschlagnahmt.

Veitenstein-Geschäftsführer Heiko Bayerlieb möchte sich zu den im Raum stehenden Vorwürfen nicht äußern und verweist auf das "schwebende Verfahren". Fakt sei, dass er mittlerweile einige Computer schon wieder zurückerhalten habe. Die Produktion der nächsten Ausgabe sei somit nicht gefährdet. Heiko Bayerlieb gibt sich zuversichtlich: "Den ,Mohr‘ wird es auch weiterhin geben."

Am Montag Abend war dann aus gut unterrichteten Kreisen zu hören, dass ein Rechtsanwalt, der mehrere ehemalige "Mohr"-Mitarbeiter vertritt, einen Antrag auf Insolvenz der Veitenstein Media GmbH stellen möchte. Hintergrund sind demnach offene Gehaltszahlungen. Die Veitenstein Media GmbH verfügt dem Vernehmen nach aber sehr wohl über Vermögen, vor allem in Form von Immobilien.