Es wären erhebliche Sanierungsarbeiten erforderlich. Das Dach wäre zu dämmen, neue Fenster einzubauen und die Sanitäranlagen auf Vordermann zu bringen. Im Winter bleibt das Heim ohnehin geschlossen, da die Heizkosten nicht zu schultern sind, wie Kai-Uwe Faber, der stellvertretende Geschäftsführer des Pfadfinder-Förderkreises, erläuterte.

Es bieten sich zwei Möglichkeiten an: die Verlängerung des Pachtvertrages oder der Verkauf an die Pfadfinder. Das Gremium neigte vor Ort dazu, das Areal einschließlich des Grundstückes zu verkaufen, wobei der Kaufpreis ausschlaggebend sein wird. Für die Pfadfinder stellt sich natürlich das Problem der Finanzierung. Bürgermeister Marco Steiner (FW) stellte fest, dass die Stadt sich ihr Vorgehen überlegen wird, was anschließend in nichtöffentlicher Sitzung geschah.

Grundstück wird abgeholzt

Ebenfalls in Mittelberg besitzt die Stadt ein Grundstück mit rund 6000 Quadratmeter, das zur Hälfte bewaldet ist. Wie Frank Wystrach von der Forstverwaltung vor Ort erläuterte, ist der Baumbestand von schlechter Qualität. "Dieses Holz hat keine Zukunft", meinte er. Deshalb schlug er vor, den gesamten Bestand einzuschlagen und mit Fördermitteln standortgerecht aufzuforsten. Bürgermeister Marco Steiner (FW) dazu: "Das ist die vernünftigste Lösung, da ohnehin durch die Vermarktung des Holzes unter Berücksichtigung der anfallenden Kosten ein mäßiger Gewinn erzielt wird."

Dagegen wehrte sich vehement Stadtrat Ulrich Leicht von den Grünen. Der Baumbestand sei zu erhalten und einer naturnahen Pflege zu unterziehen. "Nur raus, was stört, nachpflanzen, nicht nur mit Eichen, keine Rodung, den Wald erneuern", war seine Meinung. Schließlich wurde bei seiner Gegenstimme der Kahlschlag beschlossen.

Die Betriebszeiten der Ampelanlagen in der Ortsdurchfahrt Rödental werden noch nicht geändert. Der Vorschlag der Verwaltung, die derzeit unterschiedlichen Schaltzeiten aller vier Ampelanlagen bei Schulze, Goebel, Grosch und in der Brückenstraße einheitlich zu schalten, wurde noch nicht angenommen. Vorgesehen waren Schaltzeiten von Montag bis Freitag von 6 bis 20 Uhr und am Wochenende von 8 bis 20 Uhr. Stadtrat Rolf Wohlleben (FW) konnte sich mit seinen Vorstellungen durchsetzen, es zunächst so zu belassen und im Herbst nochmals darüber nachzudenken. dav