Angie Katze ist immer wieder für Überraschungen gut. Das It- und Partygirl aus dem Coburger Land, das zum Beispiel schon Plakatmotiv für Deutschlands größte Sex-Messe "Venus" und Kandidatin in der TV-Show "Ein Bus voller Bräute" war, hat ja unlängst den Grenzgasthof in Fürth am Berg gekauft. Sie will dort ein "Schlagerhotel" eröffnen. Und während in dem Gebäude, das lange leer stand, fleißig renoviert wird, bastelt Angie Katze auch an ihrer eigenen Schlager- beziehungsweise Gesangskarriere.

Mit dem Musikproduzenten Oliver deVille, der unter anderem schon mit Ralph Siegel sowie mit Nachwuchstalenten des RTL2-Format "Popstars" zusammengearbeitet hat, war Angie Katze jetzt zwölf Tage in den USA. Denn zu ihren Liedern sollten auch möglichst stimmungsvolle Videos gedreht werden. "Wir waren in San Francisco, Las Vegas und im Death Valley", erzählt Angie Katze und muss gleich von einem ganz besonderen Erlebnis berichten:


Flucht auf High-Heels

Im einsamen Death Valley wurden Angie und ihr Team plötzlich von einer Horde Kojoten angegriffen. Vermutlich, weil sie einem Kojoten-Weibchen mit ihren neugeborenen Kojoten-Babys aus Versehen zu Nahe gekommen waren. "Als die auf uns zugerannt kamen, habe ich geschrien wie am Spieß", erinnert sich Angie Katze, "und dann bin ich so schnell gerannt wie noch nie - und das auf High-Heels!" Als das rettende Auto erreicht war, konnten alle erst einmal durchschnaufen.


Doch der Trip in die USA war auch an den anderen Tagen anstrengend. "Wir sind viel gefahren, haben immer wieder passende Locations gesucht und dann gedreht", erzählt Angie Katze. Mit dem Ergebnis ist sie sehr zufrieden - sowohl optisch als auch gesanglich. Obwohl der Unterschied der beiden ersten Lieder, die ab sofort auf YouTube zu finden sind, größer nicht sein könnte: Bei "Auf in die Freiheit" wandelt Angie Katze ein wenig auf den Spuren von Andrea Berg - romantisch, melodiös, Schlager pur. Laut und wuchtig kommt hingegen "Fock Ya" daher, Angie Katze ist plötzlich Rapperin. Eine Rapperin, die abrechnet. "Das gesamte Album wird eine Aufarbeitung meines bisherigen Lebens", erklärt Angie Katze, und speziell in "Fock Ya" wolle sie mit einigen Ex-Freunden und Ex-Freundinnen abrechnen, die sie menschlich schwer enttäuscht hätten.



In einer Textzeile heißt es: "Bevor Du Dich fragst, was hab ich falsch gemacht, such Dir einen Deiner Finger aus und sag: Fock Ya!" Während sie das singt, ist Angie Katze im Video in einer schäbigen Wellblech-Kulisse zu sehen und streckt dann ihren Mittelfinger in Richtung Kamera. Es folgen tiefe Bässe und ein grooviger Sound - hatte eben noch jemand behauptet, Angie Katze würde auf den Spuren von Andrea Berg wandeln?

"Ich bin ein sehr bunter Mensch", sagt Angie Katze, "und deshalb wird auch das Album bunt." Nichts finde sie persönlich schlimmer als Alben, auf denen sich ein Lied anhöre wie das andere. Und: Während ihr ja "Fock Ya" eigentlich besser gefalle, könnte sie sich "Auf zur Freiheit" durchaus als "Eröffnungslied" im künftigen Schlagerhotel vorstellen.


Erste Partys 2017?

Apropos: Die Arbeiten im ehemaligen Grenzgasthof in Fürth am Berg schreiten zwar gut voran, doch es gibt noch eine Menge zu tun. Die angepeilte Eröffnung noch in diesem Jahr werde klappen, doch die ersten Schlagerpartys steigen wohl erst 2017, vermutet Angie Katze.