Nachdem im Lehmbackofen des Großgarnstadter Obst- und Gartenbauvereins leckere Pizza gebacken wurde, begaben sich die Nachwuchssportlerinnen und Sportler von dort aus vor der offiziellen Eröffnung auf den neuen Wanderweg nach Friesendorf.

"Nachwuchsmannschaft des Jahres 2013" sind die 13 F1-Junioren des VfL Frohnlach. Ihre Trainer Hilmar Trunzer und Thomas Löhnert loben die 12 Jungs und das eine Mädchen für ihren Trainingsfleiß. Acht von ihnen wechselten zum Saisonende 2013/2014 zu den E-Junioren und konnten sogar drei Gruppensiege feiern (jeweils 1. Platz im ersten und zweiten Halbjahr der Saison 2012/2013 sowie im ersten Halbjahr der Saison 2013/2014). In der Hallensaison wurde die Mannschaft auf Kreisebene ebenfalls Erster. Als überragende Torschützen erzielten Leonard Späth 30 und Jan Göhrlitz 23 Treffer. Der Nachwuchsmannschaft des Jahres 2013 gehören Benjamin Böhm, Jonas Martin, Kevin Griebel, John Hopfenmüller, Daniel Cioniou, Leonard Späth, Johannes Trunzer, Jan Görlitz, Elias Grath, Fynn Hübner, Lukas Marinos, Keira Bednorz und Michael Schwarz an.

Von der großen Resonanz der Nachwuchssportlerehrung zeigte sich Bürgermeister Bernd Reisenweber begeistert: "Von 60 eingeladenen Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportlern haben 45 ihr Kommen zugesagt." Er bezeichnete das Pizzabacken als Mannschaftsleistung, denn die Größeren halfen den Kleineren während die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins die Hobby-Pizzabäcker coachten bevor alle zur Finalfeier an einen Tisch kamen, um gemeinsam zu essen. Auch im Sport geht es um das Gefühl dazu zu gehören, sich auf andere verlassen zu können und gemeinsam was zu erleben. Sich gegenseitig zu motivieren, wenn es beim Training gerade mal nicht so läuft. Aber auch gemeinsam Erfolge zu feiern. "Sport ist also mehr als die Wertung in Leistung, Schnelligkeit, Geschicklichkeit", so der Bürgermeister. Er machte deutlich, dass gerade Ortsmeisterschaften, deren Meister im Nachwuchsbereich mit Urkunden, einer Tageskarte fürs Aquaria Coburg und einer Schwimmbrille bedacht wurden, allen Gelegenheit bieten, andere Sportarten auszuprobieren.

Mit der Fertigstellung der Autobahn A73 vor sieben Jahren waren einige Strecken der bisherigen Wanderwege nicht mehr vollständig begehbar und damit auch die Ausweisung nicht mehr korrekt. Deshalb wurde die Beschilderung abgebaut. Ende 2010 traten die Wanderfreunde Ebersdorf 2006 mit der Neukonzeption eines Rundwanderweges an die Gemeinde heran. Ursprünglich sollte dieser Weg durch alle Ortsteile führen und zirka 20 km lang sein. Zum 750. Jubiläum Ebersdorfs, vor zwei Jahren, war eigentlich die Einweihung geplant. Warum die Ausweisung eines Wanderwegs vier Jahre dauern kann, machte Bernd Reisenweber deutlich und warf mit den Anwesenden einen Blick hinter die Kulissen: "Leider ist es nicht damit getan, eine schöne, gut begehbare Strecke zu finden, die bestenfalls noch einen attraktiven Aussichtspunkt oder ein Denkmal beheimatet. Wir leben in Deutschland und selbstverständlich gibt es auch für Wanderwege gesetzliche Vorgaben." Beispielsweise muss sich mit Fragen auseinandersetzen, wie: Wer haftet wenn einem Wanderer ein Ast auf den Kopf fällt und er sich dadurch verletzt? Hinzu kam, dass einige der angedachten Strecken über Privatgrund führten. Dort mussten die Einwilligungen der Eigentümer eingeholt werden. Weil das nicht immer gelang, erfolgte eine Änderung der Streckenführung. Zu guter Letzt war auch noch die CO13 zu berücksichtigen. "So sehr ich mich über die Umgehung freue, zerschnitt sie auch unseren angedachten Rundwanderweg genau in der Mitte zwischen Ebersdorf und Friesendorf", führt das Gemeindeoberhaupt weiter an.

Nach reiflicher Überlegung wurde beschlossen, zuerst den Rundwanderweg auszuweisen, der durch die vier Ortsteile Friesendorf, Großgarnstadt, Kleingarnstadt und Oberfüllbach führt. "Und ich darf sagen, dass dieser Weg wirklich sehr gelungen ist. Die Wanderfreunde haben hervorragende Arbeit geleistet und sogar die ein oder andere Ecke gefunden, die man selbst als alter Ebersdorfer nicht auf dem Schirm hat", freute sich Bernd Reisenweber. Auch wenn der von den Wanderfreunden vorgeschlagene Weg nicht eins zu eins umgesetzt werden konnte, ist seiner Meinung nach, das Ergebnis zur vollsten Zufriedenheit aller ausgefallen. Er dankte den Mitgliedern für ihren Einsatz und für ihre Ideen. Von der Bauverwaltung haben allen voran Dagmar Unziker und Patrick Vogt für alle problematischen Streckenabschnitte gute Lösungen gefunden. Der Bauhof stellte schließlich die Wegweiser, die witterungsbeständig aus Metall in Kleingarnstadt gefertigt wurden, sowie Infotafeln auf. Auf diesen Tafeln erfahren Wanderer interessante Dinge, die von den Ortsteilhelfern Helmut Ritter (Friesendorf), Reiner Brückner (Großgarnstadt), Johann Burkard (Oberfüllbach) und Frank Schillig (Kleingarnstadt) zusammengetragen wurden. Bernd Reisenweber versicherte, dass auch Ebersdorf und Frohnlach nicht vergessen wird. Er hofft, dass der Wunsch nach einem ausgewiesenen Wanderweg zur Göritzenquelle und zum Wallenbrunnen in nächster Zeit umgesetzt werden kann. Das Team Hüäh führte den Eröffnungslauf durch, der auch für die Sportlerehrung gewertet wird. Attraktive Preise gab es für die drei besten Damen und Herren.