Ganz am Ende standen die Zukunftsvisionen: Jetzt seien die vier Studiengänge Architektur, Bauingenieurwesen, Innenarchitektur und Produktdesign auf einem Campus vereint, sagte Joachim Driller, der Dekan des Fachbereichs. Nun müsse das inhaltliche Zusammenwachsen folgen: "Wir werden die Berührungspunkte ausbauen - das ist die Zukunft der Hochschule!"

Der "Coburger Weg"


Denn auch im (Berufs-)Leben werden die angehenden Architekten, Bauingenieure, Innenarchitekten und Designer mit Anforderungen anderer Fachbereiche zu tun haben. Dies sollen sie schon möglichst im Studium kennenlernen und praktizieren. Die Hochschule als Ganze werde mit ihrem "Coburger Weg" dieses Zusammenarbeiten noch weiter vorantreiben und spezielle interdisziplinäre Angebote machen, kündigte Hochschulpräsident Professor Michael Pötzl an. Sieben Millionen Euro stehen dafür in den nächsten Jahren zur Verfügung.

Überregional weiter an Bedeutung gewinnen


Wenn die Hochschule ihre Studentenzahlen halten will, muss sie überregional weiter an Bedeutung gewinnen. Für die Studiengänge Innenarchitektur und Design kommen die Studenten schon aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland. Eine ähnliche Strahlkraft müssten auch die anderen Studiengänge entwickeln, sagte Pötzl: Schließlich besagen Prognosen, dass die Zahl der 16- bis 19-Jährigen in der Region bis zum Jahr 2030 um 35 Prozent abnimmt.

Immer im Nacken gesessen


Um den Erweiterungsbau auf dem Hofbräugelände haben sich Hochschule, Stadt, Landes- und Bundespolitiker lange bemüht. Am Ende waren es Bundestagsabgeordneter Hans Michelbach (CSU), Landtagsabgeordneter Jürgen Heike (CSU) und Oberbürgermeister Norbert Kastner (SPD), die beim damaligen bayerischen Finanzminister Georg Fahrenschon den Durchbruch erzielten. "Die drei von der Tankstelle" (Michelbach) hätten dem Finanzminister klargemacht, dass er einen längerfristigen Mietvertrag anbieten müsse, wenn er Investoren für den Bestellbau finden wolle. "Wir mussten schon etwas deutlicher werden", erinnerte sich auch Jürgen Heike. Sogar seine Landtagskollegin Susann Biedefeld (SPD) erhielt ein Lob: Sie habe Heike immer im Nacken gesessen in Sachen Hochschulausbau.

15 Monate Bauzeit


Rund 25,5 Millionen Euro hat der Neubau mit seinen gut 5000 Quadratmetern Nutzfläche gekostet. Die Bauzeit betrug 15 Monate.