Die Gemeinde Lautertal stellt an sich selbst den hohen Anspruch, eine familienfreundliche Kommune zu sein. Mit einem Familiennachmittag in der Mittelschule Am Lauterberg, bei dem die Jüngsten der Gemeinde im Fokus standen, unterstrich Lautertal diese Ambition.

Im Gemeinderat war vor geraumer Zeit die Idee entstanden, eine Plattform zu schaffen, auf der sich die örtlichen Vereine und Institutionen den Bürgern gemeinsam präsentieren können. Aus den anfänglichen Überlegungen entstand ein großer Familientag unter dem Motto "Mitreden, Mitmachen, Mitfeiern", dessen Durchführung in den Händen des Lautertaler Jugendforums lag.


Vereine ließen sich nicht bitten

Organisator Michael Wohl zeigte sich positiv überrascht, weil alle angesprochenen Vereine sofort bereit waren, das Projekt mit Leben zu erfüllen. "Ich habe hier offene Türen eingerannt", ließ der Lautertaler Jugendpfleger wissen. Insgesamt 14 Vereine und Institutionen waren vor Ort, um den zahlreichen Besuchen einen Einblick in ihr gesellschaftliches Angebot zu geben. So entstand ein Programm, bei dem vor allem die Kinder viel Freude hatten.

Aber nicht nur sportliche Aktivitäten wurden angeboten. So konnten beim Posaunenchor Unterlauter Musikinstrumente ausprobiert werden und es konnte gebastelt werden. Wer seinen Geist anstrengen wollte, hatte am Schachbrett ausreichend Gelegenheit dazu. Vom Fußball über Dartspielen, Inliner fahren, Kinderturnen bis hin zum Tischtennis reichte die facettenreiche Palette der Bewegungsmöglichkeiten, die einfach mal ausprobiert werden konnten. Auch Feuerwehr und Rotes Kreuz sowie die Kindergärten waren vor Ort, um das vielseitige Programm abzurunden.

Auf großes Interesse stieß die von Julia Bach (Radio Eins) moderierten Podiumsdiskussion unter der Überschrift "Lautertal - die familienfreundliche Gemeinde", in der sich Bürgermeister Sebastian Straubel (CSU), Barbara Hölzel (CSU), Manfred Menzel (ÜPW), Dritter Bürgermeister Martin Rebhan (SPD) und Jugendpfleger Michael Wohl den Fragen des Auditoriums stellten. Diskutiert wurden unter anderem die Themen Fußweg Coburger Straße ortsauswärts, die Versorgung mit Krippen und Kindergartenplätzen, geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen, Ausbau der Jugendarbeit, zentraler Kinderspielplatz und die Verkehrsanbindung nach Dörfles-Esbach.


Dank per Handschlag

Eines dokumentierte die Aussagen der Gemeindeverantwortlichen deutlich: dass alle Fraktionen an einem Strang ziehen. Werden Gemeinderäte oft zu Unrecht oder zu Recht kritisiert, zeigte man sich in Lautertal sehr überrascht, dass es einem Bürger ein Bedürfnis war, allen persönlich per Handschlag für ihr Engagement zum Wohle der Gemeinde zu danken.


Bürgermeister ist zufrieden

Das Konzept der Gemeinde und des Jugendforums ging voll und ganz auf. Lautertal ist familienfreundlich und hat viel zu bieten - das war vielen nach dieser Veranstaltung bewusst geworden. "Es war eine ganz tolle Veranstaltung", stellte Bürgermeister Straubel abschließend zufrieden fest.