Im Meederer Gemeindeteil Beuerfeld soll heuer noch ein neues Baugebiet erschlossen werden. Die Ausschreibung für das Baugebiet "Vogelherd" wird nun in die Wege geleitet. Dies beschloss der Gemeinderat am Montagabend einstimmig. Mit der Erschließung von sechs Parzellen soll der dringende Bedarf an Bauland in der Gemeinde gedeckt werden.

Das Baugebiet "Vogelherd" befindet sich am Ortsausgang Richtung Moggenbrunn und ist ein sogenanntes MD-Gebiet, das neben Wohnhäusern auch die Ansiedlung von ortspezifischen Betrieben vorsieht.
Am Montag stellte der Bad Rodacher Architekt und Stadtplaner Horst-Dieter Göhring die Ausführungsplanung vor und informierte über die gemeindlichen Kosten für Kanal- und Straßenbau.

Zur Erschließung wird eine Straße mit einer Länge von 160 Metern und einer Breite von fünf Metern gebaut, die in die Moggenbrunner Straße einmündet. Die Kosten für Straßenbau mit Beleuchtung und Kabelverlegung belaufen sich laut dem Planer auf 93 600 Euro. In den Schmutz-und Regenkanal sowie in die Wasserversorgung muss die Gemeinde demnach 157 980 Euro investieren. Die Entwässerung erfolgt laut Göhring über ein Trennsystem. "Dies ist zukunftsweisend", sagte der Architekt.


Über eine Viertelmillion

Die Gesamtkosten für diese Erschießungsmaßnahme bezifferte er somit auf 251 580 Euro. "Für dieses neue Baugebiet ,Vogelherd‘ liegt der Gemeinde bereits ein erstes Baugesuch vor", informierte Bürgermeister Bernd Höfer (CSU). Einstimmig beschloss das Gremium die Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage in Holzständerbauweise nahe der Moggenbrunner Straße. In den Jahren 2017 und 2018 sollen auch die Baugebiete "Oberes Gewend" und "Lindenweg" erweitert werden.

Die Jugendpflegerin Annemarie Schlosser möchte, wie Bürgermeister Höfer informierte, mit den Kindern des Großwalburer Jugendtreffs das Bushäuschen des Gemeindeteils im Frühjahr dieses Jahres mit Farbe verschönern. "Wünsche und Ideen liegen bereits vor", wusste Höfer.


Mehr Angebote für Teenager

Außerdem hatte sich der Gemeinderat mehr Ferienangebote für Kinder ab zwölf Jahren gewünscht. Angebote für diese Altersgruppe würden zwar nur sporadisch genutzt, dennoch möchte die Jugendpflegerin weitere Aktionen auch für ältere Kinder und Jugendliche bereithalten.

Die Meederer Petition für "Frieden in Europa (Ukraine)" ist laut Höfer nicht in Vergessenheit geraten. Sie sei im Deutschen Bundestag beraten worden. Demnach sei Ende des Jahres 2015 beschlossen worden, das Petitionsverfahren abzuschließen. Der Bundestag, so Höfer, habe dem Meederer Anliegen teilweise entsprochen. Zwar werde laut Höfer im engeren Sinne nicht allen Forderungen nachgekommen, dennoch wertete Höfer die Petition als Erfolg. "Für eure Hilfe und großartige Unterstützung durch 1007 Mitzeichnungen darf ich mich an dieser Stelle nochmals herzlich bedanken", sagte Höfer.

Die Bayerische Landesstiftung hat 15 000 Euro für den historischen Schafstall in Meeder gespendet. Dies gab der Bürgermeister ebenfalls in der öffentlichen Sitzung bekannt.