Vor der St. Laurentius Kirche hatten die Kinder ihren Bereich. Auf einem Flohmarkt feilschten sie beim ersten "Meedertag", der in der Gemeinde veranstaltet wurde, mit ihren Spielen, Büchern, Puppen und sonstigen Kleinigkeiten. Daneben stand die heiß begehrte Hüpfburg. Und wer mal ganz anders aussehen wollte, hatte die Chance, sich professionell schminken zu lassen.
Auf der Marktstraße und dem Marktplatz selbst standen Verkaufsbuden und Stände sowie Bänke und Tische. Zuerst zaghaft strömten die Besucher herbei. Doch bald füllten sich die Bänke. Bunte Blumen- und Gemüsepflanzen konnten erworben werden. Das herrliche Wetter lockte Besucher nicht nur aus den Ortsteilen von Meeder an. Sie kamen auch aus Lautertal, Bad Rodach, Rödental und Coburg.
Den Markttag läutete Andreas Lutz ein, der Mitarbeiter der Gemeinde ist, aber auch Präsident der Faschingsvereinigung Meeder. Mit einer Glocke machte er auf sich aufmerksam und sorgte spontan mit den launigen Sätzen für fröhliche Laune: "Hört ihr Leut" und lasst euch sagen in Meeder lebt's sich sehr wunderschön. Deshalb haben wir heut" auf dem Marktplatz ein Fest und das ist für euch ihr lieben Gäst'. Keine Angst es wird eine Faschingspredigt nicht, weil der Bürgermeister jetzt zu euch spricht."


Das Marktrecht beleben

Erster Bürgermeister Bernd Höfer (CSU) begrüßte die Meederer Bürger und ihre Gäste. Er bedankte sich bei den rund 30 heimischen Firmen und Institutionen für ihr Kommen, die Landmaschinen ausstellten, in ihr Handwerk einführten, selbst hergestellte Produkte und sonstige Handelswaren zum Verkauf anboten und für kulinarische Angebote sorgten.
Mit dem "Meedertag" oder besser ausgedrückt "Marktfest" wies das Gemeindeoberhaupt auf das erstmals erwähnte Marktrecht von Meeder aus dem Jahr 1125 hin, und forderte: "Dieses alte Recht gilt es wieder zu beleben und weiter auszubauen."
Sein Dank galt auch allen ehrenamtlichen Helfern dazu zählen auch die Gemeindemitarbeiter, die zum einen drei neue Holzbuden zimmerten, die zum schönen Ambiente des Marktplatzes beitrugen. Weiter lag der Auf- und Abbau der Stände, die Stromzufuhr, Straßensperrungen und Biertische bei den Gemeindemitarbeitern.
Den angekündigten Bieranstieg mit "Kommunbräu" aus Seßlach nahm Bürgermeister Bernd Höfer vor, assistiert von Bürgermeister Martin Mittag aus Seßlach. Mit dem ersten Schlag floss das Bier aus dem Fass in die Gläser. Die Jugendblaskapelle Großwalbur spielte zünftig zur Unterhaltung mit ihrer Leiterin Johanna Klett über zwei Stunden auf
Bis in die Abendstunden saßen die Besucher beisammen und genossen den gelungenen Markttag, wobei die Kinder sich auf der Hüpfburg austobten oder sich an der Kübelspritze als echter Feuerwehrmann fühlen durften.