Mit einer hohen Auszeichnung ist der Schweinezüchter Bernd Eckardt vom alle vier Jahre stattfindenden Zentrallandwirtschaftsfest (ZLF) im Rahmen des Oktoberfestes in München nach Hause gekommen. Dort bot sich bayerischen Bauern und auch der Bevölkerung, die an der Nutztierhaltung interessiert war, die Möglichkeit, beste Zuchtschweine live und aus der Nähe zu betrachten.

Am Schweinetag stellen sich dabei traditionell die bayerischen Züchter der Rasse Piétrain einem Richtwettbewerb. Die Tiere stehen hier im direkten Vergleich. Zwar lassen sich die Mast- und Schlachtleistungen dem Papier der Eber entnehmen, doch das Exterieur lässt sich in erster Linie bei der Inaugenscheinnahme und im Vergleich mit anderen Ebern beurteilen.


Spannend

Gerade beim diesjährigen ZLF war es da spannend, wie die vier Richter, Dr. Georg Beck vom bayerischen Landwirtschaftsministerium, Manfred Wieser als Vorsitzender der Erzeugergemeinschaft für Zucht- und Hybridzuchtschweine (EGZH), Josef Häfel von der Bayern-Genetik und Eduard Mack vom Besamungsverein Neustadt/Aisch entscheiden. Ihnen wurden sechs Piétrain-Eber vorgestellt.

Es waren allesamt Spitzeneber, die sich dem Wettbewerb stellten. Trocken und im Fundament einwandfrei zeigten sie sich temperamentvoll. Und doch waren Unterschiede zu erkennen, wodurch die Bewertungskommission drei Eber an die Spitze reihte, welche als besondere Anerkennung durch die stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner (CSU) die staatliche Züchtermedaille in Gold verliehen bekamen.


Enorme Bemuskelung und ausgezeichnetes Fundament

Einer dieser Spitzeneber stammt vom Zuchtbetrieb Bernd Eckardt aus Gestungshausen. Der Eber Max überzeugte dabei durch seine enorme Bemuskelung, sein ausgezeichnetes Fundament und die hervorragende Ausprägung der wertvollen Teilstücke, heißt es in einer Pressemitteilung des Bayerischen Bauernverbandes Coburg. Die sehr guten Zuchtwerte als Einschätzung seiner Vererbungsleistung waren ein weiteres wichtiges Kriterium für die Einstufung des Ebers in die Spitzenklasse.