Schon vor Prozessbeginn stand ein großer Pulk von Menschen vor dem Gerichtssaal in Coburg. Rund 30 Besucher mussten draußen bleiben.

Als Hauptzeugin ist die Ex-Freundin des Angeklagten geladen, die nach der Tat in dessen Wohnung war und bisher ausgesagt hat, dass sie nichts bemerkt habe. Weder die Kartons, die sie zusammen mit ihrem Freund verbrannt hat, noch die Tatsache, dass der Angeklagte Spuren an der Wand mit einem Pinsel beseitigt hat, habe sie misstrauisch gemacht.

Auch heute blieb sie bei ihrer Aussage, kein Blut oder andere Spuren in der Wohnung bemerkt zu haben. Gerichtsmediziner Stephan Seidl entgegnete, dass nichts von dem, was die junge Frau und Jerry ausgesagt haben, zusammenpasst. Der Sachverständige beruft sich dabei auf seine jahrelange Berufspraxis. Der Beschuldigte äußerte seine Enttäuschung darüber, dass die moderne Ermittlungstechnik ihm nicht helfen könne. Für den Nachmittag ist ein Ortstermin in Jerrys Wohnung festgelegt.