Es kamen einige Finanzlöcher zusammen: Freistaat und Bezirk überwiesen im laufenden Jahr fürs Landestheater insgesamt 400 000 Euro weniger als beantragt. Beim Kartenverkauf sind die Einnahmen 150 000 Euro niedriger als veranschlagt, und dann war noch außerplanmäßig eine Abfindung zu zahlen. Insgesamt fehlten also 600 000 Euro. So schilderte es Fritz Frömming, der kaufmännische Leiter des Landestheaters, gestern im Finanzsenat.


Gastspiele teurer verkauft


Das Theater steuerte gegen: Es wurde in den Spielplan eingegriffen, Sponsoren gesucht und die auswärtigen Gastspiele teurer verkauft. So sind es kurz vor Jahresende 247 500 Euro, die noch nicht gedeckt sind und die nun die Stadt Coburg übernehmen wird. Im Einnahmenkonto "Gewerbesteuer" ist offenbar genug Geld vorhanden, um diese außerplanmäßigen Ausgaben zu decken.


Über höhere Zuschüsse verhandeln


Es sei auch nicht so, dass der Freistaat sich vor seinen vertraglichen Verpflichtungen drücke, erläuterte Regina Eberwein, Finanzreferentin der Stadt. Er kürze nur bei seinem freiwilligen Anteil. Eberwein und Frömming halten es für nötig, dass die Stadt mit dem Freistaat um einen höheren Zuschuss fürs Theater verhandelt. Es sei auch immer so, dass der Haushalt zu einem Zeitpunkt verabschiedet werde, wenn noch nicht klar ist, wie viel der Freistaat wirklich dazu zahlt, sagte Frömming.


Zuschauerzahlen stabil


Die Stadträte im Finanzsenat freute das wenig, doch sie konnten Frömming auch keinen Rat geben, wo er einsparen könne. Denn das Landestheater beschäftigt 240 Menschen. Natürlich könne er da kürzen, sagte Frömming. Aber wenn das Theater weniger biete, habe es auch weniger Einnahmen. Die Zuschauerzahlen seien im Übrigen stabil. Dass die Einnahmen sanken, führte Frömming darauf zurück, dass die Besucher nach der Preiserhöhung auf die billigeren Plätze auswichen.