Bundesbildungsministerin Anette Schavan (CDU) hat den boomenden Fachhochschulen das Promotionsrecht in Aussicht gestellt: "Es soll künftig möglich sein, den Doktortitel tatsächlich auch an einer Fachhochschule zu erwerben", kündigte sie an. "Das erwarten wir auch", antwortet der Hochschulpräsident Michael Pötzl aus Coburg spontan. Es sei schließlich nicht das erste Mal, dass dies in der Diskussion ist. Jetzt müsste die Politik den Worten nur noch Taten folgen lassen.

Universitäten gegen eine Reform des Promotionsrechts

Realistisch gesehen, meint Pötzl, sei das Promotionsrecht mittelfristig auch nicht aufzuhalten. Schon jetzt gebe es Teilbereiche in der Forschung, die an den Fachhochschulen besser sei als an so mancher Universität. Aber natürlich liege genau da auch das Problem. Denn die Universitäten seien starke Gegner dieser Reform. "Da müssen wir aufpassen, dass es nicht zur Spaltung kommt", warnt Pötzl. Und der Professor hofft, dass die Politik Rückgrat beweist.

Coburg ist auf dem richtigen Weg

Es sei völlig klar, dass das Promotionsrecht nicht flächendeckend überall möglich sein kann, aber in Coburg würden zurzeit "Basis und Fundament" dafür gelegt, betont Pötzl. "Sobald grünes Licht gegeben wird, werfen wir unseren Hut in den Ring." Mit dem Bereich Forschung und dem Frauenhofer-Anwendungszentrum sei Coburg auf dem richtigen Weg.
Und in welchen Studiengängen könnte er sich vorstellen, dass man in Coburg seinen Doktortitel erwirbt? "Im Bereich Automotiv und bei Sozialwissenschaften ist das durchaus denkbar."

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