Die Stadtverwaltung Bad Rodach wird ausloten, inwiefern die Einrichtung einer Buslinie zwischen den Bahnhöfen in Veilsdorf und Bad Rodach möglich ist. Diesen Beschluss fasste der Stadtrat am Montag einstimmig und folgte damit einem Antrag des Jugendbeauftragten Matthias Thumser und des Seniorenbeauftragten Herbert Müller (beide SPD).

Matthias Thumser begründete den Antrag damit, dass es dadurch für viele Schüler aus den Stadtteilen leichter möglich sei, ihre Schule in Hildburghausen zu erreichen ("Das werden immer mehr.") Schließlich könnten die Schüler aus der Kernstadt mit dem Schulbus fahren, die "aus den Dörfern aber nicht".

Herbert Müller betonte, mit dieser Busverbindung würde nicht nur eine bessere und engere Verbindung zwischen dem Rodacher Land und Südthüringen geschaffen, auch gewährleiste dies einen ersten Lückenschluss im Bahnnetz und damit eine bessere Anbindung Südthüringens an den ICE-Halt in Coburg. Die Thüringer Staatskanzlei sei bereits auf diesen Vorschlag aufmerksam geworden und stehe dem Plan "sehr offen" gegenüber.
Laut Müller müssten die Kosten für die neue Buslinie von den beiden Landkreisen Coburg und Hildburghausen getragen werden. Bis zum vergangenen Jahr habe es immerhin eine OVF-Buslinie in die Nachbarstadt gegeben, diese sei aber weggefallen. Auch die Kostenfrage will Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) prüfen lassen. Er erinnerte an das Angebot des Rufbusses für die Stadtteile. Dafür müsse nochmals geworben werden. Ehrlicher: "Viele wissen bis heute nicht, wie das funktioniert." Die Beibehaltung des Rufbusses müsse "ebenfalls gelingen".


Keine Erhöhung

Auf Antrag des Zukunftsforums beriet der Stadtrat eine mögliche Erhöhung der Pauschale für Stadtrats- und Ausschusssitzungen. Lars Otto begründete den Antrag damit, dass auch das Zukunftsforum dafür sei, weniger Papier für die Arbeit im Gremium zu verbrauchen. Wenn man sich die Sitzungsunterlagen aus dem Netz herunterlade und ausdrucke, verbrauche man "ganz schön viel Papier". Zudem verwies er auf die Dauer der Sitzungen: "Manchmal sitzt man drei Stunden hier." In der Vergangenheit seien die Pauschalen etwa alle zehn Jahre einmal erhöht worden. Lohn- und Gehaltstarife stiegen aber nahezu jährlich.

Ernst-Wilhelm Gerling (FW) verwies auf die enge Haushaltslage der Stadt und plädierte dafür, auf eine Erhöhung zu verzichten. Dies sahen CSU und SPD ähnlich. Axel Dorscht verwies noch auf die gesellschaftliche Brisanz: Wenn man eine Erhöhung beschließe, sollte die erst für den nächsten Stadtrat gelten: "Die Neuen sollten das dann ernten." Generell war sich der Stadtrat einig, dass es besser sei, die Verwaltungsvorlagen und -informationen länger im Netz zu belassen, um eine noch bessere Sitzungsvor- und -nachbereitung zu ermöglichen.

Festtage Ortssprecherin Nele Gramm gab einen Überblick über die 700-Jahr-Feier des Stadtteils Elsa vom 16. bis 18. Juni. Neben dem Festkommers mit einem Kabarett-Abend wird es das "Spiel der Langen Berge" und am Sonntag einen bunten Nachmittag mit der Präsentation der Ortsvereine geben.

Bestattungsform In Heilritt soll bald die Baumbestattung möglich sein. Zwei Standorte seien dafür freigegeben, informierte Bürgermeister Tobias Ehrlicher. Für die Pflanzung von zwei Bäumen habe die Stadt bereits einen Zuschuss von 600 Euro erhalten.

Betreutes Wohnen Der Kaufpreis für das Gelände der künftigen Anlage für betreutes Wohnen (ehemalige Habe-Fundgrube) ist an die Stadt bezahlt worden. Laut Bürgermeister Tobias Ehrlicher seien dort 14 Wohnungen bereits verkauft, noch gebe es aber einige zur Auswahl.