Der offizielle Text hat folgenden Wortlaut: "Die Unesco erinnert am 21. Februar, dem Internationalen Tag der Muttersprache, an die sprachliche Vielfalt. Von den rund 6 000 Sprachen, die heute weltweit gesprochen werden, sind nach Einschätzung der Unesco die Hälfte vom Verschwinden bedroht, alle zwei Wochen geht eine Sprache verloren. Um Muttersprachen zu fördern, investieren Unesco-Mitgliedsstaaten in Programme und Maßnahmen.

In Spanien konnte so das Katalanische und in Frankreich das Bretonische erhalten werden. In Deutschland sind derzeit 13 Regional- und Minderheitensprachen bedroht. Zu den am stärksten gefährdeten Sprachen zählen Nord- und Saterfriesisch. Aber auch Bairisch, Alemannisch, Ostfränkisch, Rheinfränkisch, Moselfränkisch, Niedersächsisch, Limburgisch-Ripuarisch, Sorbisch und Jiddisch werden von immer weniger Menschen gesprochen. Ebenfalls gefährdet sind das in Deutschland und Dänemark gesprochene Jütländisch und das von den Sinti und Roma gesprochene Romani."

So, und jetzt lesen Sie doch mal, wie das in unseren Dialekten klingt!



Dou licht de Hous in Pfaffer



Von Anneliese Hübner / Rödental

Weil ja heit su mancher Touch in Joahr sei Motto hot, will die Unesco an 21. Februar, des is de Internationale Tag der Muttersprache, an die haufn Schprouchn rund üm Globus derinner.

Die Helft van die 6000, die's heit noch gibt, soll ja, will me de Unesco glääb, ball nümmer ze hörn sei: Ölla zwää Wochn gett ääna zun Teufl. Jetze wölln sa wos degeeche unternamm un Maßnahma traff. Zeit werd's! Su hot me in Spanien des Katalanischa un in Frankreich des Bretonischa gerett.

Wie sa schreim, schtenn scho jetz in Deutschland dreiza Regional- und Minderheitensprachen auf de Kipp: Nord- un Saterfriesisch soll scho an Ausschtarm sei, un Bairisch, Alemannisch, Ostfränkisch, Rheinfränkisch, Moselfränkisch, Niedersächsisch, Limburgisch-Ripuarisch, Sorbisch un Jiddisch hört me (van die Junga) aa ümmer wenger.

Un mit dan in Deutschland un Dänemark gschprochena Jütländisch is aa nümmer weit haa, genausu wie mit dan Romani der Sinti un Roma.

Wos iich dezu mää, wöllt de wiss? Dou hamme vur de äächna Tür ze kehrn! Dou licht de Hous in Pfaffer! Welcha Omma däff denn heit noch mit ihrn Enggela Dialeggt plauder? Naa, Mundart is kä schlachts Deutsch - schlachts Deutsch is des Denglisch! Unner Mundart, des Unterostfränkisch, wie die Schtudiertn souchn, is a alta Schprouch un hot ihr äächna Grammatik. Gscheita Kinner wagsn ja suwiesu zwääschprouchich auf.
Un iich, des ka iich euch gsouch, plauder ja, wenn iich mouch, aa wie me de Schnouwl gewagsn is! Iich loss me dach des Maul net vebiet!

Un wos määt unner Cobarcher Dichter, de Friedrich Hofmann (1813-1888) dezu?
A Koborcher bin ich,
des wisste van je
un als Koborcher red ich halt,
wie ich's versteh!



An internationaln Daach



Christa Gilbert / Bad Rodach

Der Text auf "Radicherisch" und sogar in Gedichtform:


Die Unesco, so a Wunner,
hat sich werklich vürgenumma,
an internationaln Daach
zur Vielfalt von de Muttersprach
auszurufn in dann Jahr,
am eenezwanzichstn Februar.
6000 Sprachn so ungfähr
ko me heit noch waltweit hör,
die Hälft, schätz die Unesco ei,
könnt davo am Verschwindn sei.
Ölla zwä Wochn, so a Jammer,
is a Sprach verlurn gange.
Die Unesco- Mitgliedstaatn
ham da drüber nu beratn,
sie wolln, des ham sä werklich vür,
in Programme investier,
zur Förderung de Muttersprach,
da lässt sich sicher noch wos mach.
In Spanien hat me auf die Art
des Katalanische bewahrt,
in Frankreich, ja wann fräd des net,
könnt me's Bretonische gerett.


Die Hälft vom Voschwindn bodroht



Von Brigitte Spiller / Neustadt

Die Unesco dorinnert am 21. Februar, dan indernationln Touch do Moddosprouch an die sprouchliche Vielfalt. Von dan rund 6000 Sprouchn, die heit waltweit gsprochn warn sen noch Einsätzung dar Unesco die Hälft vom Voschwindn bodroht, ölla zwä Wochen geht a Sprouch volurn.

Um Muddosprouchn zu fördon investiern Unesco Mitgliedsstaadn nei Programma und Maßnahma. In Spanien konnt su des Katalanisch und in Frankreich des Bretonischa dohaltn war.

In Deutschland sen darzeit 13 Regional und Mindoheitssprouchn bodroht. Zu dan am stärksten gfährdeten Sprouchna ziehlrn Nord- und Saterfriesisch. Oer a Bairisch, Alemanisch, Ostfränkisch, Rheinfränkisch, Mosekfränkisch, Niedersächsisch, Limburgisch-Ripuarisch, Sorbisch und Iiddisch warn von immer weniger Menschna gprochn.

Ahmfalls gfährdet sen des in Deutschland und Dänemark gsprochna Jütländisch und des von Sinti und Roma gsprochna Romani.


Mer gläbts gornet...



Von Erhard Flechsig / Coburg

Die Unesco erinnert am ernazwanzichst'n Februar, dan internationaln Touch der Mutterschprouch, an die schprouchlicha Vielfalt. Van dan rund 6000 Schprouchn'na, die heit waltweit gschprochn warn, sen nouch dar Einschätzung der Unesco die Helft vam Verschwindn bedruät. Ölla zwää Wochn geht a Schprouch verlorn. Um die Mutterschprouchn ze erhaltn warn van dan Unesco Mitgliedsstaatn'na Programme und Maßnahma gfördert. In Schpanien kontn sä su dös Katalanischa und in Frankreich dös Bretonischa vam Verschwindn bewahrn und su am Laam erhaltn. In Deutschland sen darzeit dreiza Regional- und Minderheitnschprochn bedruät. Zu dan am schtarkstn betroffn'na Schprouchn ziäln Nord- und Saterfriesisch, Obber ah Bayrisch, Alemannisch, Ostfränkisch, Rheinfränkisch, Moselfränkisch, Niedersächsisch, Limburgisch-Ripuarisch, Sorpisch und Jiddisch warn van ümmer wenger Menschn'na gschprochn. Genau su in Gfahr sen dös in Deutschland und in Dänemark gschprochn'na Jüdländisch und aah dös Romani, dös van die Sinti und Roma gschprochn werd.

Mer gläbts gornet äs su viela Fränkischa Schprouchn gibt. Hoffndlich warn sa ölla in Zukunft noch racht lang gschprochn und lawendich kaltn. Ich bin da Erhard und mei Mutterschprouch is Oberfränkisch und doua bin ich dähämm.