Bereits zum zweiten Mal lud die Türkisch-Islamische Gemeinde Neustadt bei Coburg zum Kulturfestival in der Lindenstraße ein. Es wurde mit allen Nachbarn, Bürgern und Bürgerinnen von Neustadt und Umgebung gefeiert. Der gegenseitige Austausch verlief rege. Alle Beteiligten zeigten sich begeistert vom neuen Ambiente dieser Veranstaltung. Das dreitägige Programm bot für jede Altersgruppe eine spannende Besonderheit.
"Die Atmosphäre an den Festival-Tagen ist sehr schön, da viele deutsche Mitbürger das Fest gut aufnehmen und es toll ist, ihnen ein Stück von unserer Kultur zeigen zu dürfen, auf die wir sehr stolz sind", sagte Büsra Sahin, die beim Festival mithalf. "Alle sind willkommen, es fühlt sich keiner ausgeschlossen und es wird viel gemeinsam gefeiert", - dieser Meinung war nicht nur Büsra, sondern auch viele weitere Festival-Besucher.
Ein weiterer Besucher, Stadtrat Rene Hähnlein aus Coburg, betonte die entspannte Zusammenarbeit zwischen Ditib und "Wir sind bunt". "Das Festival ist immer gut besucht, es wird friedlich zusammen gefeiert und die Türkisch-islamische Integration in Neustadt ist sehr vorbildlich. Man kann es nicht besser machen", meinte Renè Hähnlein.

Türkei für einen Tag

Wer sich für einen Tag wie in der Türkei fühlen möchte, ist hier genau richtig. Neben zahlreichen türkischen Gerichten, wie Lahmacun (türkische Pizza), Gözleme (gefülltes Fladenbrot) oder Köfte (Hackfleischbällchen) gab es etliche Türkische Traditionen wie Bemalen mit Henna und Kum Sanati (Sandmalereien) für Kinder. Bei dem vor den Augen der Gäste in Zelten zubereitetem kulinarischem Angebot war für jeden etwas dabei. Und die türkische Teezeremonie darf auch nicht vergessen werden.

Tolles Programm

Auch das Unterhaltungsprogramm ließ keine Wünsche offen. Von rhythmischen Sambaklängen der Coburger Sambagruppe "Paixão" über einen Tanz der Kindergruppe "Farbenfroh" zu dem bayerischen Lied "Rock Mi - Voxxclub" bis hin zu einem türkischen Volkstanz der Gruppe "Efeler" war alles dabei. Auch an Moscheeführungen durften die Besucher teilnehmen.

Respekt und Toleranz waren förmlich spürbar. Die Türkisch-Islamische Gemeinde zu Neustadt bei Coburg e.V., kurz "Ditib", die das Festival in Neustadt organisiert hatte, gab sich alle Mühe, den Besuchern die türkisch-islamische Kultur näherzubringen. Auch von den Rednern, die bei der Eröffnung des Festivals sprachen, wie Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD), gab es nichts als lobende Worte für die Integrationsarbeit in und um Neustadt.

Noch dazu wurde das Kulturfest dieses Jahr parallel zum Puppenfestival gefeiert. Dies ermutigte Ramazan Kurt, Vorsitzender der Ditib, die Prognose einzugehen, dass in der Tat etwas Erfolgreiches seinen Anfang genommen habe und auf die Beine gestellt worden sei.

Es entsteht etwas Gutes

"Wir haben in den letzten Jahren erkannt, dass solche Festlichkeiten das Miteinander stärken, Vorurteile abbauen, die Nachbarschaft festige und den gegenseitigen Respekt ausbauen und erweitern können", sagte Kurt.