Das sagt das Urteil, das am Montagabend den am Streit um die Hühnermastanlage beteiligten Parteien zur Verfügung gestellt worden ist.

Das Ergebnis - die Abweisung der Klagen der Gemeinde Ahorn und eines Wohlbacher Bürgers gegen die Erteilung einer immissionsrechtlichen Genehmigung für den Stall - hatte sich bereits bei der mündlichen Verhandlung am Freitag in Bayreuth angedeutet. Welche Gründe das Gericht für die Abweisung der Klage anführt, ist noch nicht bekannt. Nicht zuletzt angesichts der bevorstehenden Urlaubszeit könnte es noch eventuell bis September dauern, ehe die ausführliche Begründung vorliegt. Entscheidend für den Bau dürfte gesprochen haben, dass sich Ritz am Freitag bereit erklärte, auf eine Lagerung von Hühnermist auf seinem Betriebsgelände zu verzichten.

Nichtsdestotrotz heißt diese Entscheidung aber nicht, dass Thomas Ritz nun mit dem Bau seiner Geflügelmastanlage beginnen kann. Die aufschiebende Wirkung der Klagen bleibt bis mindestens fünf Monate nach Eingang des vollständigen Urteils mit Begründung bei der Gemeinde Ahorn erhalten.

Prozessbeobachter gehen davon aus, dass die Gemeinde Ahorn ohnehin Rechtsmittel gegen das Urteil des Bayreuther Verwaltungsgerichts einlegen wird. Der Ahorner Bürgermeister Martin Finzel sagte bereits am Freitag nach der mündlichen Verhandlung: "Es kann gut sein, dass dieses Verfahren durch eine andere Instanz entschieden wird." Die nächste Instanz wäre der Verwaltungsgerichtshof. "Aber dann ist normalerweise Schluss", erklärte Jurist Steffen Nickel vom Landratsamt dem Tageblatt. Das Landratsamt, das im Verfahren das von der Gemeinde verweigerte "Einvernehmen" zum Bau ersetzte, war als Beklagter einer der Beteiligten im Bayreuther Verfahren.