Der ehrgeizige Plan könnte aufgehen: Jakob Knauer, eines der größten Handball-Talente in der Region, zog vor zweieinhalb Jahren aus, um sich eines Tages seinen Jugendtraum zu erfüllen. Der inzwischen 18-jährige Neustadter will mit dem HSC 2000 Coburg in der 1. Bundesliga spielen.
Deshalb wechselte er als 15-Jähriger ins Sportinternat nach Berlin. In der renommierten Jugendabteilung der "Füchse" reifte er zum Leistungsträger und schnell zum U17-Nationalspieler. Als Mannschaftskapitän führte er die B-Jugend aus der Landeshauptstadt zu zahlreichen Erfolgen und Titeln.
Jetzt könnte sich sein Engagement in der Ferne wieder für den HSC 2000 Coburg auszahlen. Jedenfalls hat der Zweitliga-Absteiger den Lokalmatadoren aus der Bayerischen Puppenstadt an der Angel.
Trainer Jan Gorr bestätigte gestern auf entsprechende Tageblatt-Anfrage den intensiven Kontakt zum Linkshänder: "Wir sind in der Tat aktuell im Gespräch mit Jakob. Und es wäre natürlich eine tolle Sache, wenn er wieder zum HSC zurück kommen würde. Wir haben uns vereinbarungsgemäß bisher jedes Jahr über seine Zukunftspläne ausgetauscht. Allerdings können wir noch keinen Vollzug melden".
Natürlich werden die HSC-Verantwortlichen in den nächsten Tagen alles daransetzen, um sich mit dem jungen Spieler aus der Region zu einigen. Dafür müssen zwar noch mehrere Details geklärt werden, doch große Bereitschaft zur Zusammenarbeit besteht auf beiden Seiten. Und die Voraussetzungen für einen Vereinswechsel in der Vestestadt sind gut, denn ab der nächsten Saison spielt die A-Jugend der HSC 2000 Coburg auf höchstem nationalen Niveau, sprich in der A-Jugend-Bundesliga. Knauer könnte dann sowohl im HSC-Nachwuchsteam, als auch in einer der beiden Herren-Mannschaften in der 2. Bundesliga oder in der 3. Liga Ost zum Einsatz kommen.
Gerade im Drittligateam, das sich derzeit in einem personellen Umbruch befindet und künftig unter anderen ohne den bisher etatmäßigen Linkshänder Johan Andersson im Rückraum plant, könnte Knauer seine ersten Schritte im Erwachsenbereich machen.