Drei gegen Eins, die TG Münden gegen den HSC 2000 Coburg, die sportlichen Höhepunkte reißen für die Fans der Vestestädter im Oktober nicht ab. Beim erneuten Spitzenspiel (Anwurf am Samstag um 19.30 Uhr) werden sich wieder knapp 100 Fans mit auf den Weg in die niedersächsische Drei-Flüsse-Stadt machen um mitzuhelfen, die Tabellenführung gegen den punktgleichen Gastgeber zu verteidigen.


HSC beklagt viele Verletzte



HSC-Trainer Hrvoje Horvat sieht es aber recht pragmatisch: "Ja, von der Tabellensituation ist es ein Spitzenspiel, aber das interessiert mich weniger."
Mehr interessiert sich der HSC-Übungsleiter für sein Verletztenlager. Aus dem gibt es allerdings keine guten Meldungen. Auf Johan Andersson muss er weiterhin verzichten. Zudem hat Sebastian Roth in der Partie gegen Dessau einen Muskelfaserriss erlitten, was auch für ihn eine zehntägige Pause bedeutet: "Mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit wird er uns fehlen", bedauert Horvat den zweiten Ausfall im Rückraum.


Ausfall von Roth



Vor allem deswegen, weil er in seiner Variabilität eingeschränkt wird. Denn zuletzt hatte er Dobardzijev mit großem Erfolg auf der "falschen", der rechten Rückraumposition spielen lassen und Linsmeier nur sporadisch eingesetzt. Doch durch den Ausfall von Roth "ist das für mich nun keine Option mehr, ich brauche Dobardzijev nun wieder auf seiner "richtigen" Seite im Rückraum." Und auch für Linsmeier dürften so seine "Ruhezeiten" auf der Auswechselbank deutlich geringer ausfallen.


Horvat: Münden ist der Favorit"


Und das alles gegen ein Team, "das aufgrund des Saisonstarts auf einer Euphoriewelle schwimmt und den Heimvorteil hinter sich hat", schiebt Horvat die Favoritenrolle dem Gegner zu. Die Mündener hatten vor Saisonbeginn aufgrund eines Umbruchs tatsächlich nur den Klassenerhalt als Saisonziel ausgegeben, hätten mit einem Sieg gegen den HSC dann aber schon die Hälfte des Weges geschafft.


120 Prozent!



Allein deswegen weiß Horvat, dass die TG schwer zu spielen sein wird und fordert das, was er immer fordert: "120 Prozent!" Dies dürfte auch nötig sein. Denn mit Spielertrainer Alexander Koke haben die Gastgeber einen umsichtigen Spielgestalter auf der Mittelposition.


Gelernter Zimmerer auf der Außenbahn



Zudem ist Neuzugang Thorben Buhre auf der Außenbahn voll eingeschlagen. Als gelernter Zimmerer kann er, eigentlich auf Linksaußen vorgesehen, auch auf der anderen Seite aufgrund seiner Beidhändigkeit eingesetzt werden. Neben Koke wird im Rückraum dänisch/isländisch gewirbelt - im rechten Rückraum durch Dennis Knudsen, auf der anderen Seite durch Bjarni Thordarsson. Zusammen mit Koke hat das Trio am vergangenen Wochenende für zwei Drittel der Mündener Tore gesorgt.


Horvats Hoffnungen



Die Hoffnungen von Horvat auf weitere Auswärtspunkte ruhen daher auf eine erneut gute Abwehrleistung und wohl auch darauf, dass Martinsen im Tor seine Form der letzten Wochen weiter konservieren kann. Denn gerade aufgrund der Ausfälle im HSC-Rückraum sind wieder mehr Kontertore gefragt.


Rückstand in Sieg verwandelt



Läuft es für die Coburger aber zunächst nicht, sollte man sich an den letzten Auftritt in Münden Anfang des Jahres erinnern. Da drehte der HSC in den Schlussminuten einen 28:30-Rückstand in einen 32:31 Sieg.