Die derzeit herrschende Unruhe beim HSC 2000 Coburg wurde "auf fremden Platten" gekocht, wie es ein Fan unter der Woche formuliert hat. Und die Coburger können diese noch kleine Flamme nur dann im Keim ersticken, wenn zumindest im letzten Heimspiel des Jahres in eigener Halle die Siegesserie hält.
Doch die HSG Gensungen/Felsberg, derzeit Tabellenelfter, ist dazu alles andere als ein dankbarer Gegner, um das "Gurkenspiel", wie es ein nach Cottbus mitgereister Anhänger formuliert hat, vergessen zu machen.

Gast ist gut und lange eingespielt

"Die spielen schon seit gefühlten Ewigkeiten so zusammen, sind bestens aufeinander abgestimmt", HSC-Coach Hrvoje Horvat weiß genau, was seine Mannschaft erwartet. Als er in Melsungen Trainer war, waren die Partien gegen Gensungen Derbys, die unbedingt gewonnen werden mussten. Das gilt diesmal auch für seinen HSC, ein Sieg muss her, egal wie. Vor allem die Fans, die in Cottbus dabei waren, sollen versöhnt werden. Aber ein Selbstläufer wird auch das nicht. "Wir müssen schnell und dynamisch spielen, das haben wir am Montag trainiert und uns von der Heimstimmung beflügeln lassen", hofft Horvat wieder auf das "schöne Heimgesicht" seiner Mannschaft.


Einsatz von Stefan Linsmeier noch fraglich


Dazu kehrt Sebastian Kirchner zurück, hinter dem Einsatz von Stefan Linsmeier steht allerdings noch ein Fragezeichen. Es sollen auch wieder die einfachen Tore per Tempogegenstoß fallen, die zuletzt ganz vermisst wurden.
Doch mit Steffen Ober im rechten Rückraum, Stephan Untermann auf Linksaußen und Michael Viehmann am Kreis hat Horvat das Gefährdungspotenzial des Gegners schon ausgemacht. Zusammen mit Benedikt Hütt, der im letzten Spiel gegen Aschersleben zehnmal traf, war Viehmann (neun Treffer) der Goalgetter in der vergangenen Woche. Deren Wirkungskreis muss die trotz allem auch zuletzt gute HSC-Abwehr, die in der zweiten Halbzeit in Cottbus ja nur fünf Tore zugelassen hat, eingrenzen. "Es wird aber keine Sondermaßnahmen geben, jeder muss auf seiner Position gegen seinen Gegenspieler die maximale Leistung geben. Wir müssen agieren, nicht reagieren", stellt der Coburger Trainer die Aufgabenverteilung klar heraus. Denn nur ein Sieg kann weitere Diskussionen zunächst eindämmen. Aufgrund der zuletzt gezeigten Auswärts-Leistungen, muss einem allerdings für die nächsten Wochen angst und bange werden.


Drei Auswärtsspiele in Folge


Denn nach der letzten Heimpartie 2012 muss Coburg jahresübergreifend drei Auswärtsspiele (in Pirna, in Pohlheim und beim SC Magdeburg II) in Folge absolvieren. Erst am 20. Januar treten Göhl & Co. wieder vor eigener Kulisse an, dann aber ebenfalls dreimal in Serie, allerdings in einem Zwei-Wochen-Rhythmus. Dabei wird erst am 16. Februar (gegen Auerbach) wieder am traditionellen Samstag gespielt, die ersten Heimauftritte 2013 finden jeweils am Sonntag statt.




Die Aufgebote


HSC 2000 Coburg: Havard Martinsen, Oliver Krechel - Kenny Schramm, Ronny Göhl, Dejan Dobardzijev, Nikola Franke, Dominic Kelm, Hajck Karapetjan, Sebastian Kirchner, Tomas Riha, Stefan Linsmeier, Maximilian Drude, Sebastian Roth, Mirza Cehajic. -Trainer: Hrvoje Horvat.
HSG Gensungen/Felsberg: Marc Lauterbach, Michael Stahl - Hannes Bauer, Steffen Ober, Benedikt Hütt, Stephan Untermann, Alexander Bärthel, Sven Vogel, Kevin Trogisch, Michael Viehmann, Sven Vogel, Christian Grambow, Jens Wiegräfe, Jan Hendrik Walther. - Trainer: Dragos Negovan.
SR: Stephan Schwarz / Frank-Joachim Weiß (beide Hannover).