Seitens der Hochschule Coburg koordiniert Professor Michael Steber aus der Fakultät Maschinenbau und Automobiltechnik die weiteren Aktivitäten. Konkret kümmert er sich in dem Forschungsprojekt um die Systemoptimierung der Druckluft-Energieversorgung. Sein industrieller Kooperationspartner ist die Kaeser Kompressoren AG Coburg. Durch die Forschungsförderung wird es Steber möglich sein, einen wissenschaftlichen Mitarbeiter zu beschäftigen, wie es in einer Mitteilung heißt.

Der Freistaat Bayern fördert den Aufbau dieses interdisziplinären Forschungsprojekts für energiesparende Produktionstechniken in den nächsten vier Jahren mit insgesamt zwölf Millionen Euro. Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP), der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) und der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) haben sich für eine Förderung der Green Factory Bavaria ebenso eingesetzt wie Katja Hessel (FDP), Staatssekretärin im bayerischen Wirtschaftsministerium und Landtagspräsident Jörg Rohde. Die Leitung des Forschungsverbunds liegt bei Professor Jörg Franke vom Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik der Universität Erlangen-Nürnberg.

Zum Projekt eine Erklärung der Initiatoren: "Das verarbeitende Gewerbe verbraucht fast die Hälfte des elektrischen Stroms in Deutschland.Produzierende Betriebe wenden bis zu zehn Prozent ihrer Gesamtkosten für Energie auf. Dadurch wird Energie zu einem wichtigen strategischen Wettbewerbsfaktor: Immer mehr Unternehmen berücksichtigen den sparsamen Umgang mit Energie, schließlich sind die Einsparungspotenziale mit bis zu zehn Milliarden Euro deutschlandweit immens. Um dieses Ziel zu erreichen, bündeln die Hochschulen in ihren Modellfabriken - den so genannten Green Factories -die für die energieeffiziente Produktion relevanten Fachbereiche, wie zum Beispiel Maschinenbau und Fertigungstechnik, Elektro-, Informations-, und Verfahrenstechnik sowie Werkstoffkunde und Wirtschaftswissenschaften. So können die Wissenschaftler Methoden und Technologien entwickeln, um den Energieverbrauch in der Produktion zu minimieren und den Wärmeverlust in den Laborhallen zu reduzieren."