Auch der behindertegerechte Ausbau des Bahnhofs werde so rasch wie möglich umgesetzt, versprach Grube: 3,3 Millionen Euro seien dafür vorgesehen, die Planungen würden 2013 beginnen. Ziel sei es, alle fünf Bahnsteige in Coburg mit Aufzügen zu versehen.
Weniger konkret musste er bei den Themen "ICE-Halte in Coburg" und "Lückenschluss nach Südthüringen" bleiben. Da lässt sich noch nicht viel sagen, denn die Planungen für den Fahrplan auf der ICE-Neubaustrecke München - Nürnberg - Erfurt - Berlin beginnen voraussichtlich 2015. Bei den Fahrplan-Überlegungen werde das Gutachten berücksichtigt, das Stadt und Landkreis haben erstellen lassen, sagte Grube. Aus dem Gutachten geht hervor, dass ein Halt in Coburg gut passen würde, wenn der Zug von Nürnberg nach Erfurt zwei Stunden brauchen darf.
In der zweiten Jahreshälfte, "nicht, wenn Wahlstimmung ist" (Grube), wird es einen "Coburger Bahngipfel" geben. Ein Thema könnte dann auch der Lückenschluss nach Südthüringen sein. "Der Lückenschluss ist ja kein extrem langes Stück. Das schauen wir uns jetzt einmal mit Experten an", versprach Grube. Aber: "Wir werden Infrastrukturpolitik nicht gegen den Willen der Bürger machen."
Überzeugt werden müssten von der Lückenschluss-Idee vor allem der Bundesverkehrs- und der Finanzminister. Zumindest, was das Geld für die Bahn angeht, hat Grube in Michelbach einen Mitstreiter, wie dieser versicherte. Michelbach gehört dem Finanzausschuss und als stellvertretendes Mitglied dem Haushaltausschuss des Bundestages an.