Trauungen können nicht in einem x-beliebigen Zimmer vorgenommen werden, nein, es muss ein dafür gewidmeter Raum sein. So kommt es, dass die Gemeinde Großheirath infolge ihrer Übertragung von Standesamtsaufgaben an die Stadt Coburg intern einige Dinge ändern muss. Der Gemeinderat fasste die dafür nötigen Beschlüsse in seiner Sitzung im Rathaus einstimmig.

Bisher sind in Großheirath Helmut Schöttner und Lothar Hümmer sowie Anna Hümmer zu Standesbeamten bestellt. Mit Wirkung zum 1. August 2015 wird dies widerrufen. Ferner muss das bestehende Trauzimmer des Standesamtes Großheirath umgewidmet werden für Eheschließungen durch das Standesamt Coburg. Das Gremium stimmte auch der Vereinbarung zur Übertragung der Aufgaben des Standesamtes zwischen der Stadt Coburg und der Gemeinde Großheirath zu.

Keine Einwände

Kein Problem hat Großheirath mit den Planungen der Stadt Lichtenfels bezüglich des Bebauungsplans B38 "An der Robert-Koch-Straße". Das Planungsvorhaben der Innenentwicklung soll geändert werden. Wie zu erfahren war, liegt das Plangebiet am südlichen Stadtrand von Lichtenfels an der Robert-Koch-Straße (Nähe Krankenhaus). Es hat eine Größe von etwa 2,8 Hektar und für die Grundstücke dort ist bereits die Nutzungsart Gewerbegebiet oder Sondergebiet Einzelhandel festgelegt. Durch die Änderung der beiden Flurnummern werden die Nutzungsarten getauscht. In dem neuen Sondergebiet großflächiger Einzelhandel sind dann ein Lebensmittelsupermarkt mit einer maximalen Verkaufsfläche von 3000 Quadratmetern, ein Café und ein Friseur zulässig. Der Gemeinderat erhob keine Einwände.

Großheirath wird gehört

Auch die Nachbargemeinde Untersiemau ändert ihre Planungen. Großheirath wird im Zuge der Änderung am Bebauungsplan "Ortszentrum Untersiemau" gehört. Die Änderung umfasst drei Bereiche: Ein Teil des Rewe-Markts wird zum Fachmarktzentrum. Der Getränkemarkt wird herausgenommen und in einem eigenen Gebäude weiter südlich untergebracht. Die zulässigen Verkaufsflächen für Einzelhandel werden dadurch überschritten, sodass die Ausweisung eines Sondergebietes notwendig wird. Der Gemeinderat Großheirath hatte zu keinem Punkt Einwände.

Neben privaten Baugesuchen wurden folgende Anträge von der Gemeinde abgesegnet: Die Firma Hauck, Neuses, will einen Parkplatz für 25 Mitarbeiter und Kunden bauen lassen. Die Firma Rauh, Kronach, plant den Neubau einer Logistikhalle mit integriertem zweigeschossigen Bürobau, Werbeanlage auf der Fassade sowie Sprinklertank und Sprinklerzentrale. Schließlich gab es noch das gemeindliche Einvernehmen zur Versetzung eines Bienenhauses in Buchenrod.

Gesonderte Abrechnung

Gemeinderat Frank Leistner (FW) fragte an, ob eine zweite Wasseruhr zulässig sei, damit nicht sämtliches Garten-Gießwasser in die Abwasserberechnung einfließe. Bürgermeister Udo Siegel (CSU/Bürgerblock) informierte, das sei möglich.