Auch wenn Großheirath nach gegenwärtiger Planung nicht unmittelbar von den Netzentwicklungsplänen zu Stromtrasse P 44 und P 44 mod. betroffen ist, zeigt man sich einer Meinung mit den anderen Landkreisgemeinden. Der Gemeinderat bleibt bei seiner ablehnenden Haltung.

Die Gemeinde hat bereits einen ablehnenden Beschluss gefasst und bekräftigt diese Haltung durch erneute Ablehnung sämtlicher möglicher Trassenführungen gemäß dem Netzentwicklungsplan 2030 durch den Landkreis Coburg. Wie Bürgermeister Udo Siegel (CSU/Bürgerblock) sagte, dürfe man sich hier nicht in falscher Sicherheit wiegen. Eine minimale Änderung der Streckenführung, und schon wäre auch das Großheirather Gemeindegebiet betroffen.

Andere bauliche Entwicklungen in der Gemeinde können dagegen weitergehen. Damit sich die Firma Hauck in Neuses an den Eichen weiterentwickeln kann, geht die Gemeinde einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan mit Änderung des Flächennutzungsplanes an. Dieser umfasst drei Teile: Bebauungsplan "Kehrlesgasse Neuses an den Eichen", weiter die mit Satzung vom 20. Oktober 2015 beschlossenen Änderungen und die Ausweisung der Flur-Nummer 703 Gemarkung Neuses an den Eichen, östliche Teilfläche, als gemischte Baufläche. Dieser Bereich war bisher landwirtschaftliche Fläche. Der Gemeinderat billigte einstimmig die Vorentwürfe von Diplomingenieur Martin Menzel zu diesem Vorhaben.


Feuerwehrleute applaudieren

Die Feuerwehr Großheirath beabsichtigt, aus Vereinsmitteln einen Mannschaftstransportwagen ähnlich dem Seniorenbus der Gemeinde zu kaufen, sofern die Mitglieder dies billigen. Das Fahrzeug soll unter anderem für nachrückende Kameraden genutzt werden, die bisher ihren privaten Pkw benutzen mussten. Für den Kauf entstehen der Gemeinde keine Kosten, man möchte lediglich einen Zuschuss zum Unterhalt haben. Dem mochte sich das Gremium nicht verschließen und sagte sämtliche Unterhaltskosten zu - unter dem Beifall der in Truppstärke vertretenen Feuerwehr.

Der Gemeinderat bestätigte die beiden neu gewählten Kommandanten Jens Zetzmann und Oliver Lulei. Die beiden sind für sechs Jahre gewählt, und Oliver Lulei muss noch den Lehrgang "Leiter einer Wehr" besuchen.
Für die Anschaffung eines Feuerwehrlöschfahrzeugs LF10 im Jahr 2018 wird die Gemeinde tief in die Kasse greifen müssen. Aufgrund der gesteigerten Anforderungen im Feuerwehrbedarfsplan wird man nicht um die Kosten herumkommen. Der Bürgermeister wurde deshalb beauftragt, die entsprechenden Förderanträge zu stellen und sich umzuschauen, ob nicht zusammen mit anderen Wehren ein günstiger Preis herauszuholen wäre.

Der TV 1924 Neuses an den Eichen bekommt nachträglich eine Zuwendung in Höhe von 700 Euro für die Sanierung des Vereinsheims gewährt. Alle Gemeinderatsmitglieder stimmten dafür. Für die geplanten Maßnahmen an der Halle am Sportplatz gibt es hingegen nichts, da keine Fördervoraussetzungen vorliegen. Es sei weder die vorgeschriebene Mindestnutzungsdauer von zehn Jahren erreicht, noch handle es sich bei den Maßnahmen um einen Erhaltungsaufwand. Es sei vielmehr eine Ersatzbeschaffung von beweglichem Anlagevermögen.

Mit zwei weiteren Löschwasserleitungen unter der B 4 soll der Brandschutz im Gewerbegebiet Großheirath Nord-West verbessert werden. Es ist angedacht, auf Höhe der Erlesmühle zwei Leitungen unter der Bundestraße durchzubohren. Entsprechende Verträge mit dem Staatlichen Bauamt Bamberg werden auf den Weg gebracht.
Beim geplanten Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Großheirath - Rossach (an der Schule vorbei) hat man vor allem die Sicherheit der Schulkinder im Sinn. Der Bürgermeister zeigte einen zeichnerischen Querschnitt der Straße, wie das mal aussehen könnte: Zwischen der Fahrbahn und dem Gehweg ist in dem Entwurf ein circa 1,75 Meter breiter Zwischenstreifen vorgesehen. Die Gemeinde müsste hierfür allerdings einiges an Grundstücken dazukaufen, aber eine solche Maßnahme würde den Förderrichtlinien entsprechen. Die Räte sahen hingegen ein Hochbord als besseren Schutz für die Kinder. Auf keinen Fall zulässig wäre eine Fortführung der Taufallee auf dem Grünstreifen zwischen Fahrbahn und Gehweg. Große Bäume sind dort nicht zulässig.
Die Firma Angermüller in der Nachbargemeinde Untersiemau muss zur Einleitung ihres gesammelten Regenwassers ein Rückhaltebecken bauen. Hierzu bedarf es einer wasserrechtlichen Erlaubnis, weil der Überlauf in einem namenlosen Graben zum Pfaffengraben führt, welcher das Wasserschutzgebiet Erlenholz tangiert. Das Wasserwirtschaftsamt als Fachstelle vertritt in diesem Procedere die Belange der Gemeinde Großheirath und es wurden keine Einwände erhoben. Zum Stand der Dorferneuerung in Rossach gab Udo Siegel bekannt, der Baubeginn könnte Anfang Mai dieses Jahres erfolgen.