Ausgerichtet wurde der Empfang von der Rödentaler CSU. Und deren Vorsitzende Ingrid Ott hielt auch die ausführliche Laudatio auf den Bürgermeister, der seit 28 Jahren im Amt ist und bei der Kommunalwahl 2014 nicht mehr antreten wird.

Ingrid Ott bezeichnete Gerhard Preß als "Persönlichkeit", die weit über die Grenzen Rödentals und des Coburger Landes hinaus "großes Ansehen" genieße. "Ist es da ein Wunder, dass er auf Grund seines außer-
ordentlichen Engagements vor einigen Wochen den Bayerischen Verdienstorden verliehen bekommen hat?"

Ingrid Ott erinnerte an markante Stationen im Wirken von Gerhard Preß: 1964 erfolgte sein Eintritt in den Verwaltungsdienst beim Freistaat Bayern, und zwar zunächst im Landratsamt Wunsiedel, später in Ebermannstadt und ab 1970 dann am Landratsamt Coburg.

Bereits 1969 hatte er seine Ilse geheiratet, die von Ingrid Ott als "ein Erfolgsfaktor in Gerhards Leben" bezeichnet wurde. 1972 übernahm Gerhard Preß die kommissarischen Heimleitung des Altenheims Schloss Rosenau. 1973 wechselte er als Kämmerer zur Stadt Rödental.

"Es war sicher ein Verdienst unseres Altbürgermeisters Ferdinand Fischer, dass er sofort das Talent des jungen Kämmerers erkannte und ihn als seinen Nachfolger ins Gespräch brachte", betonte Ott. 1984 wurde Gerhard Preß dann tatsächlich zum Bürgermeister der Stadt Rödental gewählt.

Ingrid Ott geriet ins Schwärmen: "Seit dieser Zeit kam es, wie es bei dem ehrgeizigen aktiven Mann kommen musste: Mit Einsicht, Elan, Geschick und Diplomatie hat er die begonnene Entwicklung Rödentals vorangetrieben und hat sie zu dem gemacht, was wir heute sind: eine lebendige, fortschrittliche , liebenswerte Stadt mit Wirtschaftskraft und Lebensqualität!"

Ott hat 31 Ämter und Funktionen gezählt, in denen Gerhard Preß als Aufsichtsrat, Vorsitzender und Mitglied sein
Wissen und Know How einbringe. Allein 22 Entwicklungsbereiche, Modellvorhaben und Auszeichnungen hat die Stadt Rödental in seiner Amtszeit erhalten - etwa die als "wirschaftsfreundlichste Kommune Bayerns 2002" und den Förderpreis kommunaler Seniorenpolitik 2008.