Einstimmig lehnte der Gemeinderat bei seiner letzten Sitzung im Rahmen des Konsultationsverfahrens die Trassenvarianten der Stromleitungen P 44 und P 44 mod. komplett ab und verwies auf eine ablehnende Stellungnahme gegenüber der Bundesnetzagentur vom Dezember 2015. Das Gremium führte auch ins Feld, dass das Planfeststellungsverfahren zum Neubau eines Verkehrslandeplatzes in der Gemarkung Neida bereits enorme Flächenresourcen umspanne und kein weiterer Flächenverbrauch akzeptiert werde.


Rechte der Gemeinde bei "null"

Zudem würde eine Trassenführung über das Gebiet der Planfeststellung zum Verkehrslandeplatz und der hiervon betroffenen Schutzbereiche (Anbauverbotszone) das bauplanungsrechtliche Selbstverwaltungsrecht der Gemeinde auf "null" reduzieren. "Dies ist verfassungsrechtlich nicht zulässig", erklärte Bürgermeister Bernd Höfer (CSU/LV).

Bernd Höfer gab aus der vorangegangenen nichtöffentlichen Sitzung den Beschluss des Gemeinderates bekannt, dass das Planungsbüro Koenig & Kühnel für einen Kläranlagenneubau mit Faulgasgewinnung eine genehmigungsfähige Planung erstellen soll. Gleichzeitig soll das Büro BaurConsult die Gemeinde zur Frage der Abwasserdruckleitung in die Lauter fachlich begleiten und unterstützen.

Zwischenzeitlich habe ein Gespräch in München mit Regierungsvertretern stattgefunden, so Höfer. Dabei sei seitens der Gemeinde klar gemacht worden, dass es keine Alternative zur Überleitung gebe. Von den Gesprächspartnern in München sei Wohlwollen signalisiert worden. Alle Maßnahmen zur Überleitung des gereinigten Klärwassers in die Lauter sollen angestoßen werden.


Rufbus ist wieder ab Ende April unterwegs

Ab Ende April steht wieder ein Rufbus an Dienstagen und Donnerstagen für Fahrten aus den Meederer Ortsteilen nach Coburg oder Bad Rodach zur Verfügung. Der Fahrplan wird noch abgestimmt.
Die Deckensanierung der Ortsstraße "Meederweg" in Neida wurde in Auftrag gegeben. Die mindestbietende Firma erhielt für 339.000 Euro den Auftrag. Im Zuge der Straßenbaumaßnahme an der Kreisstraße CO 17 soll auch in Kleinwalbur der Regenwasserkanal aufgrund des schlechten baulichen Zustandes erneuert werden, was der Bürgermeister als sinnvolle Maßnahme bezeichnete.

Auf den Antrag von Regina und Holger Michniowski aus Drossenhausen auf Befreiung von der Benutzungspflicht der Wasserversorgungsanlage reagierte der Gemeinderat so: Aus einer Eigengewinnungsanlage können 1500 Kubikmeter Wasser jährlich zur Schweinetränkung gewonnen werden.

Nach der Behandlung der Stellungnahmen zu den Gebieten "Nord-Ost V" und "Gewerbe- & Industriegebiet Süd-West I" beschloss der Gemeinderat die erneute Beteiligung der Fachbehörden und Bürger. Dem Antrag der Milchwerke Oberfranken auf Erweiterung des Bebauungsplanes "Sulzdorfer Weg" im nordöstlichen Bereich wurde stattgegeben. Eine Änderung des Bebauungsplanes wurde beschlossen. "Wir stehen einer weiteren Bebauung positiv gegenüber", sagte Bürgermeister Höfer.