Stadt und Landkreis Coburg kämpfen weiterhin gegen zusätzliche Stromtrassen durch die Region (P44 und P44 mod.). "Der Coburger Raum hat seinen Beitrag zur Energiewende mit der schon in Betrieb befindlichen 380-kV-Leitung geleistet, nun sind auch andere Landkreise an der Reihe", sagt Lautertals Bürgermeister Sebastian Straubel (CSU). Deshalb wurden Protestaktionen gestartet. Banner sind in allen Gemeinden aufgestellt worden, ebenso erhalten alle Haushalte einen Flyer, um ihre Ablehnung zu weiteren Trassen auf diese Weise zu dokumentieren. Es wurde im Zuge der Gemeinderatssitzung darum gebeten, diese ausgefüllt ins Rathaus zurückzugeben oder sie Bekannten oder Nachbarn mit zu geben. Sie werden dann gesammelt ans Landratsamt gleitet.

Ein Schmuckstück ist er geworden: Der Sitzungssaal des Lautertaler Rathauses präsentiert sich nach der Komplettrenovierung in ganz neuem Gesicht. Am Donnerstag fand dort die erste Gemeinderatssitzung nach Abschluss der zweimonatigen Arbeiten statt, für die rund 50.000 Euro investiert wurden. "Entstanden ist ein moderner, funktionsgerechter Sitzungssaal, der die Züge des alten gekonnt in sich aufnimmt. Heller, übersichtlicher und transparenter ist er geworden. Neuer Fußboden, neue Möbel, Beleuchtung, Technik... Nach über 30 Jahren war es notwendig, etwas zu tun", erklärte Bürgermeister Sebastian Straubel. Der Raum könne auf Grund seiner flexiblen Einrichtung künftig auch für andere offizielle Veranstaltungen genutzt werden. Der Bürgermeister bedankte sich besonders beim Architekturbüro Wagner & Eschenbacher, dem Bauamt der Gemeinde und den Mitarbeitern der Verwaltung sowie allen beteiligten Handwerksfirmen der Region.


Bericht über die Jugendpflege

Seit 17 Jahren gibt es die Jugendpflege in Lautertal. Bei einem Überblick zu den heutigen Aufgaben machte Jugendpfleger Michael Wohl gegenüber dem Gemeinderat deutlich, wie umfangreich diese geworden seien. Im Vergleich zu früher umfasse die Jugendpflege heute weit mehr: Vorschulische Kinderbetreuung, Kinder- und Jugendarbeit, Offene Ganztagsschule sowie das Jugendforum, Fragen der Teilhabe zur Unterstützung von Kindern, deren Eltern weniger Geld zur Verfügung haben, verbunden mit Aspekten der sozialen Gemeinde.

Zur vorschulischen Kinderbetreuung stellte Wohl fest, dass die Kommune zur Sicherung der Betreuung in den vergangenen Jahren sehr viel getan habe. Derzeit würden 213 Lautertaler Kinder in verschiedenen Einrichtungen betreut. Für die nächsten Jahre liege der Bedarf bei etwa 150, was sich mit der Zahl der vorhandenen Plätze decke. "Allerdings gibt es immer noch einige Unsicherheitsfaktoren in der Bedarfsplanung durch Zu- und Wegzüge, die Ausweisung und Belegung neuer Baugebiete und ähnliches", sagte der Jugendpfleger. Die Gesamtsumme der Betriebskostenförderung liegt bei circa 1.250.000 Euro mit einem kommunalen Anteil von 580.000 Euro.


Stolz auf den gut funktionierenden Kindertreff

500 bis 600 Teilnehmer, vor allem im Alter von acht bis zwölf Jahren, nutzten die Angebote. "Ferienprogramme unterstützen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, tragen inhaltlich zur Identifikation mit der Gemeinde bei und sind gekennzeichnet durch einen engen Kontakt zu Kindern und Eltern", stellte Michael Wohl heraus. Stolz sei man auf den gut funktionierenden Kindertreff mit sechs bis zehn Teilnehmern, jeweils donnerstags von 16 bis 18 Uhr in den Räumen der Offenen Ganztagsschule. Dabei gebe es Angebote zum Basteln, zu Hauswirtschaft, Sport und Spiel, Kinderkino und vieles mehr. Als Fazit gab der Jugendpfleger zu verstehen, dass sich Eltern zuverlässige und professionelle Betreuung in einem möglichst großen Zeitfenster, aber dennoch unverbindlich wünschten, möglichst mit Abholung zu jeder Zeit. Er betonte gegenüber dem Gemeinderat, dass Räume mit freien Gestaltungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendlich fehlten. Und "auch der Jugendbus kommt langsam in die Jahre", ergänzte er. Zusätzlich kümmert sich die Jugendpflege um die Ausgestaltung von Weihnachtsfeiern, Sommer- und Abschlussfesten sowie gemeinsamen Ausflügen. Über das Jugendforum laufen zudem der große Familientag, Jungbürgerversammlung, Spielplatzeröffnungen und -neubau, Schülerband und Weiteres. Involviert ist dabei der Arbeitskreis Soziale Gemeinde Sozialstruktur. Für die Jugendarbeit gab es sehr viel Lob aus dem Gemeinderat.

Auf Antrag der evangelischen Kirchengemeinde erhöhte der Gemeinderat einstimmig den Zuschuss für die Unterhaltung des Friedhofs in Neukirchen von 600 auf 1100 Euro jährlich.
Zustimmung gab es zu den Bauanträgen. Einmal handelt es sich um einen Wohnhausumbau mit Anbau einer Außentreppe in Unterlauter. Der andere Antrag bezieht sich auf den Neubau eines Milchvieh-Laufstalles mit Güllebehälter in Oberlauter (privilegiert für Bauen im Außenbereich wegen landwirtschaftlicher Tätigkeit).


Gemeinderat in Kürze

Sanierung Der Auftrag zur Sanierung des Kirchweges in Neukirchen über 29.000 Euro ging an die Firma Hildburghäuser Baugesellschaft. Die SÜC erneuern in diesem Zusammenhang auch die Wasserversorgung.

Umleitung Den Auftrag zur Sanierung der Zentstraße in Unterlauter erhielt die Firma Schill und Geiger aus Geroldsgrün über 102.000 Euro. Der Bürgermeister verwies auf die bereits eingerichtete Verkehrsumleitung.

Entwässerung Um zu verhindern, dass der Sportplatz wie seit Jahren bei Starkregen überflutet wird, erfolgt dort eine Verbesserung der Entwässerung des Wirtschaftsweges. Das erledigt die Hildburghäuser Baugesellschaft (8500 Euro).

Auftragsvergaben Zum Einbau einer Kindergartengruppe in die Mittelschule am Lauterberg wurden folgende Arbeiten vergeben: Maler- und Trockenbauarbeiten (Firma Fromm, Untermerzbach - 27.900 Euro); Fußboden an die Fa. Knoch, Neustadt (4000 Euro); Fliesen- und Naturstein an Firma Deinlein aus Stockheim (36.500 Euro); Tischerarbeiten an Firma Riedel, Lautertal, über 46.000 Euro; Elektroarbeiten an Firma Schröder, Themar, über 23.000 Euro und Sanitär- und Heizungsinstallationen an die Firma Lang und Neundorf aus Hildburghausen (54.000 Euro).

Unwetter Die nach einem Gewitter entstandenen erheblichen Schäden im "Steiniger Weg" sind durch den Bauhof beseitigt worden.

Filme Der Kinosommer findet von Freitag, 28. , bis Montag, 31. Juli, auf dem Gelände der Schule "Am Lauterberg" statt.