Eine angenehme Aufgabe hatten die Mitglieder des Bausenats am Mittwoch zu erfüllen. Nach einer dreimonatigen Bauzeit konnten sie den 490 Meter langen und 2,50 Meter breiten Geh- und Radweg zwischen der Ernst-Bergmann-Straße und dem "Heubischer Kreisel" für den Verkehr offiziell freigeben.


Es war ein längeres Prozedere

Die kurze Bauzeit täuscht jedoch etwas über die gesamte Dauer des Projektes weg. Bereits im Jahr 2013 wurde der Ruf nach einem Geh- und Radweg immer lauter und veranlasste den Verkehrssenat, eine entsprechende Empfehlung auszusprechen. Mit den Planungen wurde dann 2014 begonnen. Es wurden Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange eingeholt, ein Wasserrechtsverfahren durchgeführt und die Maßnahme bei der Regierung von Oberfranken zwecks Bezuschussung angemeldet.

Wie Zweite Bürgermeisterin Elke Protzmann (CSU) wissen ließ, gestaltete sich der Grunderwerb als "sehr umfangreich". Insgesamt waren 23 Grundstücke betroffen, von denen einige Erbengemeinschaften mit bis zu zehn Parteien gehörten. "Teilweise sind Personen bereits verstorben, weshalb umfangreiche Nachforschungen nötig wurden", berichtete Elke Protzmann bei der Verkehrsfreigabe.

Nachdem auch der Forderung der Regierung von Oberfranken nach einem Baugrundgutachten nachgekommen werden musste, konnte man erst im Frühjahr 2016 den Zuwendungsantrag stellen.
Frei nach dem Motto "Was lange währt, wird endlich gut" erhielt die Stadt am 27. April 2016 die Erlaubnis, die notwendige öffentliche Ausschreibung durchzuführen. Die Gesamtkosten bezifferte Elke Protzmann mit rund 211.000 Euro, von denen circa 188.000 Euro zuwendungsfähig waren.

Vor vier Wochen traf dann die Nachricht ein, dass sich der Freistaat Bayern mit 130.000 Euro an dem Projekt beteiligt, was einer Förderquote von rund 70 Prozent entspricht. Elke Protzmann zeigte sich erfreut, dass es gelungen sei, den Bürgern "ein weiteres Stück Verkehrssicherheit zur Verfügung zu stellen".
Auf dem Büroweg wurden im September die Baumaßnahmen von Werner Schamberger (Plesten, Überdachung einer Silowanne), Andreas Aumüller (Fürth am Berg, Aufstellen einer Bratwurstbude) und Enver Krasnigi (Am Moos, Aufstellen eines Imbisswagens) genehmigt.