von unserem Mitarbeiter Ulrich Engel

Frohnlach — Mit dem morgigen Auftakt der Rückrunde - Anstoß ist bereits um 14 Uhr - beginnt für den VfL Frohnlach auch eine Reise in eine noch ungewisse sportliche Zukunft. Nach 17 Spielen liegen die Schützlinge von Trainer Stefan Braungardt jedenfalls noch nicht da, wo sie liegen wollten und sollten.
Die Mannschaft steckt mitten drin im Kampf um den Klassenerhalt und muss aufpassen, dass die Situation nicht noch problematischer wird als sie ohnehin schon ist. Der Verbleib in der Bayernliga ist oberstes Gebot.
"Der Mannschaft ist klar, wo sie steht," sagt Stefan Braungardt. "Wir haben bei den letzten Trainingseinheiten verinnerlicht, dass wir mitten im Abstiegskampf stehen und dass in so einer Situation Tugenden wie Siegeswille und Einsatzbereitschaft besonders gefragt und absolut wichtig sind."
Kurzer Rückblick: Nach dem Abstieg aus der Regionalliga kam der VfL in der Bayernliga gut zurecht und konnte nach guten Ergebnissen durchaus zuversichtlich nach vorne schauen. Doch relativ schnell machte sich eine gewisse Ernüchterung breit. Die Verjüngung der Mannschaft mit Spielern ohne Bayernliga-Erfahrung machte sich trotz der verbliebenen Regionalligaspieler irgendwie bemerkbar. Die anfängliche Unbekümmertheit ist schnell auf der Strecke geblieben.
Die Truppe wurde dann in der Tabelle schnell nach hinten durchgereicht und muss sich nun nach dem Ende der Vorrunde mit dem unbefriedigenden Platz 13 abfinden. Das hört sich dennoch nur wenig beruhigend an, beträgt doch der Abstand zum Relegationsplatz aktuell lediglich drei 3 Punkte. "Wir befinden uns in einer äußerst gefährlichen Tabellensituation." Von einer dramatischen Lage möchte Braungardt momentan aber noch nicht reden.
Die beiden letzten Partien hatte die Frohnlacher Talfahrt eigentlich stoppen sollen, doch anstelle der erhofften sechs Punkten reichte es am Ende nur zu einem einzigen Punkt. Das 2:2 beim Schlusslicht Hollfeld und die 2:3-Heimniederlage gegen Tabellennachbarn Memmelsdorf sind auch deswegen schmerzlich, weil beide Gegner ebenfalls um den Abstieg spielen. Verlorene Punkte tun da gleich doppelt weh.
"Meine Mannschaft schafft es derzeit einfach nicht, eine fehlerfreie Leistung aufs Spielfeld zu bringen. Wenn uns das wieder gelingt, können wir uns auch wieder etwas Luft verschaffen. Aber wir wissen, dass die Partie gegen Haibach eine schwere Aufgabe für uns wird."
Das Ziel für den VfL ist es natürlich, die 0:2-Niederlage aus der Vorrunde auf eigenem Platz jetzt auszugleichen. Statistisch gesehen kann das durchaus gelingen, denn die Unterfranken haben in der Vorrunde auswärts kein einziges Spiel gewinnen können.
Vier Unentschieden, davon dreimal 1:1 und ein 2:2 in Memmelsdorf brachten gerade einmal vier Auswärtspunkte aufs Konto. Den Rest seiner 19 Zähler holte der Gegner daheim. Haibach ist also als Tabellenelfter im Vergleich zum VfL in einer kaum besseren Situation, auch bei den Rand-Aschaffenburgern ist die Lage ernst.
Und die 0:4-Pleite letzte Woche bei der SpVgg Weiden wird wohl kaum das Selbstbewusstsein der Haibacher gestärkt haben. Braungardt will auf den Tabellenplatz der Unterfranken aber nichts geben: "So wie ich Haibach gegen uns gesehen habe, bin ich überrascht, dass sie so weit hinten stehen."


Samstag, 14 Uhr:
VfL Frohnlach gegen
SV Alemannia Haibach

VfL Frohnlach: Bauer / ETW Kiesewetter - Burkard, Zapf, Güngör, Eckert, Krüger, Brandt, Böhnlein, Schmidt, Zinke, Kalb, Özdemir, Pöche, Autsch, Scheller, Krappmann, Teuchert, Innes.
Es fehlen: Bulat, Bischoff (beide Kreuzbandriss).
Trainer: Stefan Braungardt.

RÜCKRUNDEN-AUFTAKT


Freitag, 1. November, 14 Uhr:
Eltersdorf - FSV Erlangen-Br. (3:1)

Samstag, 2. November, 14 Uhr:
TSV Aubstadt - Regensburg II (1:1)
ASV Neumarkt - Ammerthal (1:3)
VfL Frohnlach - SV Al. Haibach (0:2)
Würzburger FV - Memmelsdorf (2:1)
SV Erlenbach - ASV Hollfeld (2:2)
FC Amberg - SpVgg Selbitz (2:0)
Jahn Forchheim - Großbardorf (3:2)


15 Uhr:
SpVgg Weiden - Bayreuth (0:2)
In Klammern Vorrundenergebnisse