"Die elastischen Verformungen liegen in der Messtoleranz. Das Bauwerk hält, was es verspricht". DB-Projektingenieur Stephan Keil nahm das Ergebnis einer ganztägigen Aktion an der Füllbachbrücke zwischen Niederfüllbach und Roth am Forst erleichtert zur Kenntnis. Damit ist der Weg für die planmäßige Übergabe der ICE-Neubaustrecke frei geworden. Am 10. Dezember wird dann der Verkehr mit den Hochgeschwindigkeitszügen aufgenommen.
Vorangegangen war der Abschlussmessung eine Messreihe, mit der die erfolgreiche Beseitigung der vor über drei Monaten festgestellten Pfeilersenkung am Brückenbauwerk über den Füllbach für das Eisenbahn Bundesamt dokumentiert wurde.


1300 Tonnen - kein Problem

Die "DB-Projektbau" hatte dazu - trotz der Sperrung des elektrifizierten Hauptgleises zwischen Ebersdorf und Coburg - einen 1300-Tonnen-Güterzug an die Baustelle Coburger Südkurve beordert. Mehrfach wurde der schwere Zug für die Messungen in und aus Richtung des Tunnelportals gezogen oder geschobeern, um verschiedene Überfahrtszenerarien zu simulieren. Unterstützt durch Lasertechnik, zeichnete ein Team eines Spezialunternehmens die Ergebnisse auf. Die Werte der Messungen entsprachen - erklärte Prüfingenieur Stephan Jarzina - voll den Erwartungen. Am Freitag erledigte ein Gleisstopftrupp die restlichen Arbeiten Baugleis für die Südeinschleifung nach Coburg.
Beinahe hätte die Messaktion verschoben werden müssen: Der aus Marktredwitz in Richtung Lichtenfels rollende Schotterwagenzug wurde durch ein Unwetter bei Münchberg (Landkreis Hof) und einem Baumstamm auf der Strecke längere Zeit ausgebremst. oe