In die Jahre gekommen war das Gebäude des Fritz-Anke-Kindergartens in Rödental. Für den Stadtrat stellte sich die Frage, kostenaufwendig zu sanieren oder neu zu bauen. Leicht machte man es sich nicht, entschloss sich aber aus sachlich-finanziellen Gründen für den Ersatzneubau. Ein geeignetes Grundstück wurde in der "Martin-Luther-Straße" gefunden.

Dass dieses Vorhaben nicht unbedingt auf Gegenliebe stößt, wurde in Stadtratssitzungen deutlich. Die Stadt blieb bei ihrem Entschluss, einem kaum noch genutzten Spielplatz höhere Weihen zukommen zu lassen. Nachdem die entsprechenden Förderanträge gestellt und genehmigt waren, die Fachaufsicht im Landratsamt auch ihre Zustimmung gegeben hatte, konnte Mitte April mit der Erschließung des Grundstückes begonnen werden. Drei Wochen später fanden die ersten Erdarbeiten statt. Und am Freitag konnte bereits Richtfest gefeiert werden.
Wie Architekt Roland Schultheiß wissen ließ, werde das Gebäude mit 650 Quadratmetern Nutzfläche ab Januar 2018 Heimstatt für zwei Kindergartengruppen und eine Krippengruppe. Das Besondere an dem neuen "Fritz-Anke-Kindergarten" ist, dass er komplett in Holzständerbauweise entstanden ist.


Steiner zollt den Baufirmen Respekt

Bürgermeister Marco Steiner (FW) zeigte sich äußerst erfreut, dass auch viele Nachbarn der Einladung zum Richtfest gefolgt sind. Den ausführenden Firmen zollte er höchsten Respekt für die schnelle und professionelle Arbeit.

Mit dem Ersatzneubau kommt die Stadt Rödental dem immer größer werdenden Bedarf an Betreuungsplätzen nach. Wie Marco Steiner erklärte, wäre eine Erweiterung an alter Stätte nicht möglich gewesen. Die kalkulierten Baukosten bezifferte er mit 1,7 Millionen Euro, wobei er davon ausgeht, dass die Stadt einen staatlichen Zuschuss von 1,2 bis 1,4 Millionen Euro erhält. Träger der Einrichtung ist wieder die evangelische Kirchengemeinde St. Johannis. Deren Diakon Günter Neidhardt betonte, dass es sich zwar um einen evangelischen Kindergarten handle, aber jedes Kind willkommen sei. Für den Diakon ist der Kindergarten ein Haus Gottes, nur ohne Kanzel und Altar. Dem alten Brauch folgend blieb es Zimmerermeister Erik Thiel vorbehalten, in seinem Richtspruch Bauherrn, Architekten und Handwerker zu loben und Gottes Segen für die Menschen und das Gebäude zu erbitten. Musikalisch umrahmten die Kinder des Kindergartens das Richtfest und brachten in gereimter Form zum Ausdruck, dass sie sich schon freuen, hier einziehen zu dürfen.