Bei der Hauptversammlung in der "Taverne bei Alexandros" wurde Unternehmer Friedrich Knabe aus Weißenbrunn am Forst mit großer Mehrheit gewählt. Er füllt damit die Lücke aus, die durch den Tod von Fritz Carl im Frühjahr in der Gruppierung entstanden ist. Diese Wahl gelte bis 2017, wenn wieder die turnusmäßigen Wahlen an der Reihe sind, gab Vorsitzender Wilhelm Kirchner bekannt.


Gedenken an Fritz Carl

Eigentlich sei man nach dem Tod des Ehrenmitglieds Fritz Carl handlungsunfähig gewesen, stellte Kirchner fest. Denn die bisherige Satzung sagte aus, dass Vorsitzender und Stellvertreter den Verein gemeinsam vertreten. Deshalb wurde einstimmig für eine Satzungsänderung votiert. Darin heißt es jetzt: "Der Vorstand im Sinne von Paragraf 26 BGB besteht aus dem/der Vorsitzenden und dem/der Stellvertreter/in. Beide vertreten den Verein je allein."

Das Gedenken galt Fritz Carl, der 1978 Gründungsmitglied der FW Untersiemau war. Seit dieser Zeit sei er mit großem Sachverstand ununterbrochen im Gemeinderat tätig gewesen, hob Kirchner hervor. Bevor der Vorsitzende auf das vergangene Jahr blickte, gab Kassier Horst Golle stolz bekannt: "Unserer Kasse geht's gut! Wir konnten 2015 ein kleines, schönes Plus erarbeiten."

Ganz an den Anfang seines Berichts stellte Wilhelm Kirchner die Mitglieder- und Kandidaten-Werbung. Nachdem der Verein nur noch 25 Mitglieder habe, tue eine intensive Ausschau Not. Bei seinem Bericht aus dem Gemeinderat, konnte der Vorsitzende - wie bereits im Vorjahr - von einer sachlichen und konstruktiven Arbeit unter den Fraktionen erzählen.


Besuche und Veranstaltungen

Vom Rekordhaushalt der Gemeinde und von den verschiedenen baulichen Vorhaben im Bereich der Kommune, habe man ja bereits umfangreich in den Medien lesen können. Ebenfalls berichtete Kirchner von den zahlreichen Besuchen von Veranstaltungen in der Gemeinde und dem Landkreis. Zudem kündigte er an, dass vor allem vermehrt im Winter, wieder die FW-Stammtische durchgeführt werden sollen.
FW-Kreisvorsitzender Christian Gunsenheimer sprach fünf wichtige Themen für die Zukunft an. Von besonderer Brisanz sei dabei für die Untersiemauer Bürger die Situation Verkehr - sprich Ortsdurchfahrt und Kreisel am nördlichen Ortseingang. Für diesen machte er als stellvertretender Landrat keine großen Hoffnungen: "Auf Landkreisebene gibt es einige Straßen, die höhere Priorität haben."


Wichtiger Wahlkampf

Für den Verein hätten die Wahlen der nächsten Jahr höchstes Gewicht. Für den kommunalen Wahlkampf in drei Jahren, sei es Zeit sich aufzustellen. "Die Saat wird jetzt ausgestreut!" Bei den Bundestagswahlen gehe es in der Hauptsache darum, sich thematisch zu messen. Dagegen komme für die Landtagswahl 2018 viel Arbeit auf die Freien Wähler zu, so Gunsenheimer. "Es geht darum, einen Kandidaten durchzubringen. Die Chancen stehen nicht schlecht!"
Zum umstrittenen Thema Elektrotrassen meinte der Kreisvorsitzende, dass er darin wenig Zukunftsvisionen sehe. Es werde immer schwieriger, eine echte Energiewende hin zu bekommen, vermutet er. Er sehe nicht ein, dass "bei uns Landschaften hergegeben werden sollen, nur weil woanders Zugeständnisse gemacht worden seien!"