Eine Stelle zur Koordination der Flüchtlingsarbeit hat der Kreisverband Coburg der Arbeiterwohlfahrt (Awo) mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Fernsehlotterie eingerichtet. Sozialpädagogin Dagmar Escher hat die Aufgabe übernommen und betreut Ehrenamtliche, die sich in ihrer Stadt oder Gemeinde um Flüchtlinge kümmern.


Eine gewisse Entlastung

Zum Beispiel sind in Bad Rodach 20 Personen als Starthelfer und Lesepaten engagiert. Ihre zeitlichen Kapazitäten aber sind begrenzt. Die Koordinatorin soll sie von Verwaltungsaufgaben, Kontakten mit Ämtern und Behörden entlasten, wichtige Informationen bündeln und an sie weitergeben, also die Funktion eines Lotsen übernehmen.

Für Ämter und Behörden stellt sie einer Pressemitteilung zufolge den zentralen Ansprechpartner zu den Ehrenamtlichen dar, das sei auch für diese eine Entlastung. Neue Helfer gewinnen, auch aus dem Kreis der Flüchtlinge selbst, erfordere aktive Öffentlichkeitsarbeit, heißt es weiter in der Mitteilung. Gleichzeitig soll damit Intoleranz und Ausländerfeindlichkeit entgegengewirkt werden.


Alltag bewältigen

Qualifizierungsangebote könnten dazu beitragen, rechtliches Wissen und soziale Kompetenz der Helfer zu fördern. Im direkten Kontakt mit den Asylsuchenden hilft die Koordinatorin bei der Bewältigung des Alltags in einer fremden Kultur, vermittelt Kontakte zu Behörden, hilft bei der sozialen Teilhabe in der neuen Umgebung, berät bei der Suche nach Hilfsangeboten, zum Beispiel Sprachkursen, Kinderbetreuung oder der Suche nach Therapeuten.

Die enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kommunen, den Sozialbehörden und anderen Wohlfahrtsverbänden sind Grundvoraussetzung für die Arbeit.
Die Dienstzeiten sind angepasst an die Erfordernisse des
Mehrgenerationenhauses Awo-Treff Bad Rodach, Awo-Bürgertreff Ebersdorf und Awo-Generationentreff am Bürgerplatz Rödental.