Der Ford des Mannes sollte kurz nach Mitternacht nahe des Parkhauses Zinkenwehr durch eine Polizeistreife einer Routinekontrolle unterzogen werden.

Doch das Fahrzeug beschleunigte stark und raste mit bis zu 150 km/h im Stadtgebiet davon. Auch auf der anschließenden B4 in südwärtiger Richtung wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Baustellenbereich erheblich überschritten. Mehrere unbeteiligte Verkehrsteilnehmer wurden riskant überholt.

Erst im Ortsgebiet von Untersiemau gelang es den Beamten, ihren Streifenwagen vor dem Raser querzustellen und ihn zum Anhalten zu bringen. Doch der Fahrer gab nicht auf, sondern fuhr mit Vollgas rückwärts, um seine Flucht fortzusetzen. Hierbei übersah er jedoch eine Gartenmauer mit einem massiven Metallzaun. Es kam zum Anstoß, bei dem Fahrzeug und Bauwerk stark beschädigt wurden.

Fahrer hatte keinen Führerschein, Beifahrer stand unter Drogen

Nun gelang es, die beiden Fahrzeuginsassen vorläufig festzunehmen. Der 17-jährige Fahrer war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis, worin offenbar auch der Grund seiner Flucht lag. Der 20 Jahre alte Beifahrer stand unter Drogeneinfluss. Er soll während der Fahrt mehrfach die Handbremse gezogen haben, um die Polizei "abzuschütteln".

Beide Männer werden sich nun strafrechtlich verantworten müssen. Für den Fahrer ist der rechtmäßige Erwerb eines Führerscheines zum 18. Geburtstag in weite Ferne gerückt.

Die Coburger Verkehrspolizei hat die Ermittlungen zum genauen Tathergang aufgenommen. Der Sachbearbeiter bittet Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des silbernen Ford Escort gefährdet wurden, sich unter der Telefonnummer 09561/645-211 zu melden.