Coburg — Eigentlich war schon alles gerichtet für die Meisterschaft und für den Aufstieg in die Landesliga. Doch die SG Bad Rodach/Großwalbur vergab mit dem 29:3 gegen die HG Hut/Ahorn die erste von drei Chancen.
Nutznießer könnte doch noch Verfolger HC Bamberg sein, der sich nach der Niederlage in Lichtenfels erholt hatte und 43:23 gegen Gefrees gewann. Das Topspiel steigt jetzt am Samstag in der Bayernhalle, wenn Bamberg zum Tabellenführer muss. Der hat sechs Punkte Vorsprung, braucht aber noch einen Zähler, um am Ziel seiner Wünsche zu sein. Nach Bamberg haben die Schreier-Schützlinge noch den HSC Coburg III zu Gast (6. April) und müssen noch zur HG Kunstadt (14. April). Bamberg gastiert nach dem Topspiel noch beim TV Neuses und erwartet die HG Hut/Ahorn. zi

Zu schnell hoch zurückgelegen

SG Bad Rodach/Großwalbur - HG Hut/Ahorn 29:33 (13:21): Die SG begann nicht konzentriert genug und lief von Anfang an einem mehr oder weniger deutlichen Rückstand hinterher (1:3, 4:6). Vor allem in der Abwehr war die SG nicht konsequent genug und meist ein Schritt zu spät am Gegner. So erzielte Thomas Stöckl ungehindert Tor um Tor. Das Angriffsspiel der Badstädter war meist von Einzelaktionen geprägt und ließ ein Spielfluss stark missen. Die HG Hut Ahorn vergrößerte den Abstand kontinuierlich und setzte sich über 7:12, 9:15 bis zur Halbzeit mit 13:21 ab. In der Pause stand fest, dass sich im Spiel der Rodacher einiges ändern musste. Die Gastgeber legten auch los wie die Feuerwehr und kamen über Sebastian Martin zu schnellen Toren (18:22). Die Abwehr stand sicherer und TW Andreas Martin vereitelte einige gute Chancen der Gäste. Spätestens beim 24:26 merkte auch die Zuschauer, dass die Wende noch möglich war. Einige fragwürdige Entscheidungen der Unparteiischen nahmen der SG aber den Wind aus den Segeln und man musste sich nicht unverdient den Hutern geschlagen geben.
SG Bad Rodach/Großwalbur: A. Martin, Weiß - Wagner (10), S. Martin (7), Wanko (5), Seifert (3/2), Kuhn (2), Wutschka (1), Franzl (1), Kretschmer, Reinermann, Fladt, Lutz, Brückner. - HG Hut Ahorn: De Rooij, Lesch - Stöckl (13/3), Döbereiner (7), Linke (6), Werner (4), Mundt (2), Hanke (1), Friedrich, Gahn, Roß, Hermann. - SR: Benzinger (TV Königsberg) / Brotzeller (TSV Bergrheinfeld). tk

Der Bann ist gebrochen

HG Kunstadt - TV Neuses 33:26 (16:15): Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie gegen den TV Neuses konnte die Herrenmannschaft der HG Kunstadt gegen die Baumann-Truppe endlich einen doppelten Punktgewinn verbuchen und sich damit weiter auf dem 3. Platz behaupten. Das klare Endergebnis von 33:26 (16:15) täuschte aber über die Tatsache hinweg, dass sich beide Mannschaften bis zur Schlussphase ein packendes und ausgeglichenes Duell lieferten. Gegen Ende machte aber dann vor allem ein Akteur den wohl entscheidenden Unterschied aus, den keiner der beiden Teams vor der Partie auf dem Zettel hatte.
Aber Kunstadts Torhüter Simon Swoboda hatte sich gegen seine ehemaligen Teamkollegen einiges vorgenommen und setzte demnach auch die entscheidenden Paraden zur genau richtigen Zeit. Doch bevor er seine Mannschaft endgültig auf die Siegerstraße brachte, präsentierten sich in der Obermainhalle zwei gleichwertige Mannschaften. Einer Vorentscheidung kam die Rote Karte für Gästespieler Christian Rottenbach nach dessen dritter Zeitstrafe in der 49. Minute gleich. Kunstadt erhöhte im Gegenzug auf 26:22 und war nicht mehr aufzuhalten.
HGK: Swoboda, Kießling - Jung 8/5, Scholz 6, O. Oester 5, N. Oester 4, Heppner 4, Maile 3, Dück 1, Deuber 1, Volk 1/1. - TVN: Cichon, Wendler - Jäckel 7/2, Fab. Cichon 4/1, Bunk 4, Kolb 3, Dohnalek 3, Rottenbach 2, Höhn 2, Dietl 1, Bieber. - SR: Bayer / Schimik (beide TS Schwarzenbach). mts

TSL enttäuschte seine Fans

TS Lichtenfels - TV Weidhausen 19:24 (11:11): Die TS Lichtenfels musste ohne ihren Spielgestalter Maurizio Korte auskommen, beim TVW war Christian Prall nicht dabei. In der ersten Halbzeit bewegten sich beide Teams auf Augenhöhe (5:6, 17.). Dazwischen wurde das Spiel für mehrere Minuten unterbrochen, da sich der TSler Adrian Goller beim Konter am Knie schwer verletzte.
Der TSL-Angriff baute danach weiter zu wenig Druck auf, auch wenn Sascha Bernecker nach tollem Zuspiel von Fabian Fleischhauer zum 7:7 egalisierte. Immer öfters zeichnete sich Routinier Lars Urbach im TVW-Tor aus. Per Siebenmeter von Recknagel setzte sich der Gast zum 9:7 ab. Die Weidhausener witterten in der zweiten Hälfte ihre Chance, als dem Lichtenfelser Angriff Kreativität, Durchschlagskraft und Abschlussstärke fehlten. Die Gäste ergriffen sie und setzten sich auf 15:12 (37.) ab. Als Heide einen Konter des Weidhauseners Mirko Fischer spektakulär hielt und sich der Gast mehrere Fehler leistete, kämpften sich die Lichtenfelser wieder zum 15:15 heran (40.). Der TVW brachte zwei Siebenmeter durch den sicheren Christian Graupner sowie ein Kontertor von Christian Büttner zur 18:15-Führung unter. Zwei verworfene Strafwürfe gegen Tom Zapf taten ihr Übriges für die immer bemühten, aber spielerisch enttäuschenden Gastgeber. - TS Lichtenfels: Zapf, Heide - Rödel, Fleischhauer (5/1), A. John (2/1), Höfner (3), Eisele (3), Bernecker (2), A. Goller, Kraus (4), C. John (1), Hochwart, Janson, Nickol (1). - TV Weidhausen: Urbach, Zapf - Mi. Fischer (3), F. Büttner (2), Graupner (7/3), Recknagel (1/1), Knauer, Lippert (1), Bornitzky (3), Ma. Fischer (2), Haischberger, Chr. Büttner (2). - SR: Weisflog, Bönisch (Rödental).