Die Stadt Coburg unterstützt örtliche Vereine, Verbände und sonstige Institutionen jedes Jahr mit finanziellen Zuwendungen, teils als Pflichtaufgabe, teils als freiwillige Leistung. Seit zwei Jahren werden die einzelnen Posten auch in einem gesonderten Zuwendungsbericht erfasst. Martin Lieb, Mitarbeiter der Abteilung allgemeine Finanzwirtschaft, stellte den Bericht am Donnerstag im Finanzsenat der Stadt Coburg in Vertretung von Kämmerin Regina Eberwein vor.
4,88 Millionen Euro hatte die Stadt Coburg 2015 an Zuwendungen ausgereicht. Für 2016 sind rund 7,1 Millionen Euro veranschlagt. Die drei größten Posten darunter sind die Bereiche Kinder- und Familienhilfe (1,96 Millionen Euro), Schulträgeraufgaben (879 500 Euro) und Sportförderung und eigene Sportstätten (708 300 Euro).
Ein besonders dicker Brocken ist diesmal der Posten "Investitionszuschüsse aus allen Bereichen" mit knapp über zwei Millionen Euro. 2015 hatte die Stadt dafür mit rund 31 000 Euro noch vergleichsweise wenig ausgeben müssen. Doch 2016 standen gleich vier größere Baumaßnahmen an, an denen sich die Stadt mit unterschiedlich hohen Beträgen beteiligt hat: Zur Generalsanierung der katholischen Pfarrkirche St. Augustin steuerte die Stadt insgesamt bis zu 200 000 Euro bei. Den Bau eines Hospizes unterstützt sie mit einer halben Million Euro. 800 000 beziehungsweise 550 000 Euro erhält der Verein "Hilfe für das behinderte Kind" für die Neubauten der Schule mit Tagesstätte für Körper- und Schwerbehinderte sowie des heilpädagogischen Wohnheimes, das zur Schule gehört.
Der Finanzsenat nahm den Zuwendungsbericht zur Kenntnis. Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) schlug allerdings gleichzeitig vor, den Bericht "in naher Zukunft mit einem scharfen Blick" auf eventuelle Einsparmöglichkeiten und in Zusammenarbeit mit den jeweils betroffenen Ämtern durchzugehen. "Da sind ein paar Dinge drin, die wir hinterfragen sollten."
CSB-Stadtrat Gerhard Amend nutzte die Gelegenheit, um den Mitarbeitern in den Fachabteilungen für die aufwendige Arbeit zu danken. "Es ist gut, dass man mal sieht, wo das Geld hinfließt", sagte Amend. "Im Haushalt sieht man das oft nicht so detailliert."