Die Stadt wird bis Ende 2016 flächendeckend schnellere Internetzugänge anbieten können. Der größte Teil des Stadtgebiet sei bereits - auch dank der Glasfaserkabel von SÜC//dacor - gut erschlossen, sagte Siegbert Reuther am Dienstag im Seßlacher Stadtrat. Der Ingenieur aus Bad Staffelstein managt für die Stadt den Netzausbau. Am Dienstag wurden die Verkabelungsarbeiten vergeben, die im Rahmen des bayerischen Förderprogramms mit maximal 930.000 Euro bezuschusst werden. Betroffen sind Heinersdorf, Eckersdorf und das Gewerbegebiet im Süden von Seßlach, Autenhausen, Dietersdorf, Hattersdorf sowie der nordöstliche Siedlungsbereichs in Seßlach. Ziel sind Datenübertragungsraten von 30 Megabit als Minimum; wo Glasfaserkabel liegen, sind 50 Megabit und mehr möglich.

Der Zuschlag ging in nichtöffentlicher Sitzung an eine Firma aus dem Raum Königshofen, die mit dem Coburger Anbieter SÜC//dacor zusammenarbeitet. Sie wird im nächsten rund 4,7 Kilometer Rohrleitungen bauen (auf einer Länge von 708 Metern müssen dafür Straßen geöffnet werden) und rund zehn Kilometer Glasfaserkabel verlegen. Bis Oktober 2016 sollten die Arbeiten abgeschlossen sein, sagte Reuther. Allerdings könne nicht garantiert werden, dass dann überall und jederzeit die 30 Megabit erreicht werden, gab Bürgermeister Martin Mittag (CSU) zu bedenken: Wo sich viele Nutzer ins Netz einwählen, sinkt die Datengeschwindigkeit.


Keine Diskussion

Ohne weitere Diskussion verabschiedet wurde der Nachtragshaushalt.In etlichen Bereichen weichen die Einnahmen und Ausgaben von dem ab, was zu Anfang des Jahres kalkuliert wurde. So wurden insgesamt acht Bauplätze in Seßlach, Heilgersdorf und Dietersdorf verkauft statt vier. Bei der Erweiterung des Siedlungsgebiets Lindachsteig kalkulierte Kämmerer Hans Vogt nun höhere Ausgaben ein (150. 000 statt 68.000 Euro), dafür wird in diesem Jahr weniger Geld fällig für die Dorferneuerung in Oberelldorf, weil der Ausbau der Kreisstraße CO 16 noch nicht abgerechnet ist. Letztlich haben sich diese Ausgaben aber nur verschoben, wie Kämmerer Vogt betonte.


Weniger Schulden machen

Dank des Mittelschulverbunds steigen die Gastschulbeiträge um 50. 000 Euro, weil auch Schüler aus Ahorn, Coburg und Untersiemau der Jahrgangsstufen 5 - 9 nach Seßlach kommen.

Für kleinere Baumaßnahmen in den Kirchen in Dietersdorf, Autenhausen und Gleismuthausen werden insgesamt 12. 500 Euro bereitgestellt, nachdem hier auch die Verwendungsnachweise vorliegen. Ursprünglich war hierfür gar kein Geld eingeplant, und es handele sich um freiwillige Leistungen, betonte Kämmerer Hans Vogt. Insgesamt er in diesem Jahr ohne neue Nettoneuverschuldung auskommen - zu Anfang des Jahres war er noch von einem Betrag von 160. 000 Euro ausgegangen. Er rechnet außerdem damit, dass die Stadt weitaus höhere Zuschüsse für die Flenderschen Spitalstiftung bereitstellen muss, wenn das Jahr 2014 abgerechnet wird: In diesem Jahr sind es schon 112. 000 Euro (40 .000 mehr als geplant), und 2016 dürfte die Marke von 200. 000 Euro erreicht werden, sagte Vogt. Inzwischen hat die Stadt aber die Betriebsführerschaft auf ein Nürnberger Unternehmen übertragen.