Diese Stimme ist unverwechselbar. Schlank, ein wenig spröde fast, aber unverwechselbar und ungemein ausdrucksvoll. Sehr schlank, äußerlich zurückhaltend - so tritt Seán Keane bei seinem Coburg-Debüt auf die kleine Bühne von "Leise am Markt".


Doch schon mit den ersten Tönen fasziniert Keane sein Publikum, das an diesem Abend nicht nur aus der Region kommt, sondern auch aus der Oberpfalz und aus Sachsen.


Gemeinsam mit Fergus Feely (Mandocello) und Pat Coyne (Gitarre) beginnt Keane seine rund dreiwöchige Deutschland-Tournee in Coburg. Keane und seine beiden musikalischen Mitstreiter brauchen keinerlei Show-Gebaren, um ihre Zuhörer zu beeindrucken und in Bann zu ziehen. Musikalische Intensität muss sich nicht in Lautstärke messen lassen.


Der schlanke Klang des Trios besitzt unzweifelhaft Sogwirkung. Wer traditionelle irische Folkmusik liebt, wird bei Seán Keanes Coburg-Gastspiel gewiss nicht enttäuscht und hört trotzdem auch ganz eigene Töne. Keane lässt sich von Bluegrass-Titeln ebenso inspirieren wie von Countrymusik. Und wenn Seán Keane Coverversionen singt wie Richard Thompson "From Galway to Graceland to be with the King", dann bekommt auch dieser Titel eine ganz eigene Note.


Publikum als Background-Chor

Nachdenkliche, ruhige Balladen und flotte Reels begegnen sich, während Seán Keane immer wieder zwischen Gesang und einem großen Arsenal an Flöten wechselt.


Pat Coyne und Fergus Feely liefern dazu mehr als nur die passende Begleitung. Sie drängen sich nie in den Vordergrund und setzen doch mit ihrem reaktionsschnellen Zusammenspiel immer wieder feine Akzente. Dazu gehören auch interessante klangliche Schattierungen, die sich zwischen Pat Coynes Gitarre und Fergus Feelys Mandocello ergeben - einer Spezialanfertigung einer tiefen Mandoline.


Und bei einer Solonummer von Pat Coyne bewährt sich das beifallsfreudige Publikum auch noch als wohlklingender Background-Chor.





So geht's weiter

18. November, 20 Uhr Beata Kossowska Band

Kontakt und Kartenreservierung "Leise am Markt", Telefon 09561/90856