Mit Gesamtkosten von 22,7 Millionen Euro ist die Ebersdorfer Umgehung für die Kreisstraße CO 13 das größte Straßenbauprojekt, das der Landkreis Coburg je in Angriff genommen hat. "Die Logistik der Abwicklung im Vorfeld, der Planungsphase und der nun laufenden Ausführungsphase mit zig Beteiligten war und ist die Herausforderung", sagt Landrat Michael Busch (SPD) zur neuen Trasse, für die jetzt die nächsten Termine festgezurrt wurden. So hat die Bahn bekannt gegeben, dass die Strecke zwischen Coburg und Lichtenfels ab dem Montag, 9. Januar, für etwa drei Wochen gesperrt wird.


Brücke über die Bahnlinie

Grund dafür sind die Vorbereitungen für den Bau einer Brücke über die Bahnlinie. Diese können unabhängig von der Witterung stattfinden - unter anderem, indem Anfang Januar die ersten Bohrpfähle in den Boden getrieben werden.


Behelfsumfahrung

Stichwort: Brücken. Die könnte man nach Ansicht des Landrates als Überschrift über die Bau-Aktivitäten des Landkreises stellen: "Der Landkreis baut Brücken." Denn neben der Bahnbrücke bei Ebersdorf werden auch bei Kleinwalbur, Schloss Wiesen (Stadt Seßlach) und kurz hinter Sülzfeld neue Brückenbauwerke errichtet. Dabei bereitet besonders die Brücke der CO  18 über den Fohlbach an der Grenze zu Thüringen der Tiefbauabteilung im Landratsamt noch ein bisschen Kopfzerbrechen. "Wir werden wohl um eine Behelfsumfahrung nicht herum kommen", sagt Diplom-Ingenieurin Melanie Dressel, die beim Landkreis die Beauftragte für Brückenbauwerke ist. So bleibt den rund 2000 Verkehrsteilnehmern, die pro Tag über Sülzfeld in Richtung Heilgersdorf abbiegen, wenigstens eine Umleitung erspart.


"Wildbahn" als Umleitung

Knifflig stellt sich die Situation auf der Kreisstraße CO 20 im Innerorts-Bereich von Weidach da. Dort herrscht derzeit zwar die obligatorische Winterruhe, aber es war selbst provisorisch nicht möglich, die Baustelle während der Wintermonate freizugeben. Die Umleitung für den Verkehr auf der vielbefahrenen "Wildbahn" bleibt bis zum Ende der Baustelle im kommenden Jahr. Weil die Kreisstraße CO  4 die einzige brauchbare Umleitung bei einer Vollsperrung der Staatsstraße 2205 zwischen Beiersdorf und Wiesenfeld ist, wird ja auch die Fahrbahnsanierung der Staatsstraße auf das Jahr 2018 verschoben.


Zweiter Bauabschnitt für die CO20 im Frühjahr

Die Auswirkungen zwischen staatlichen Baustellen und denen des Landkreises sind auch beim Ausbau der Autenhausener Ortsdurchfahrt Richtung Gleismuthhausen zu spüren. Im Seßlacher Stadtteil steht im kommenden Frühjahr der zweite Bauabschnitt für die Kreisstraße CO 20 an. Wie der Baustellenablauf - und insbesondere die Umleitung - aussehen wird, hängt ganz entscheidend von der im kommenden Jahr anstehenden Vollsperrung der Bundesstraße bei Dietersdorf ab.


Ampelbetrieb in Autenhausen

Geht nämlich auf der B 303 nichts mehr, dann werden Autenhausen und die Kreisstraße CO 20 als lokale Ausweichstrecke wichtig. Bis zum Herbst jedenfalls, davon geht man im Landratsamt aus, wird der Ampelbetrieb auf der frisch sanierten Autenhausener Ortsdurchfahrt laufen. Eine Entscheidung in Autenhausen ist übrigens schon gefallen: Die stark beschnittene Linde unterhalb der Kirche hat den Ausbau der Ortsdurchfahrt nicht überlebt. Der Baum - der in Autenhausen regelrecht zum Politikum wurde - ist inzwischen schon gefällt worden.



Autofahrer müssen sich it Geduld wappnen


Auf mehrere Monate lange Behinderungen müssen sich Autofahrer in Unterwohlsbach einstellen. Dort beginnt im Frühjahr der zweite Abschnitt beim Ausbau der Ortsdurchfahrt - von der Itzbrücke ortsauswärts. Die Arbeiten werden über den Sommer hinaus dauern.