Coburg — Metereologen und die ganze VSG sind sich sicher, dass es eine grüne Weihnacht geben wird und nicht alleine deswegen, weil die Besucher am Samstag ab 19.30 Uhr mit grünen Plätzchen rechnen, von grünen Weihnachtsmännern beschenkt werden und Gabriel Schröck die Halle wieder grün beleuchten wird.
Ganz offensichtlich schnurrt also der VSG-Motor vorzüglich im gewünschten Takt. Aus 13 Spielen zwölf in der zweithöchsten Liga gewonnen, das ist wohl auch einer der größten Erfolge im Verein. Die Entscheidung um einen möglichen Aufstieg ist allerdings immer noch nicht gefallen.
In der VSG-Zentrale beschäftigt man sich bereits intensiv mit dem Thema, was man an der schnellen Abfolge der Sitzungen einsehen kann. Torsten Spiller, Interims-Manager der Hallenkoordination, bestätigte dies mit seiner Aussage: "Wir werden uns nach dem Spiel gegen Zschopau am nächsten Samstag Gedanken machen, was im folgenden Jahr sein kann."

Das Team muss noch zulegen

Das Team darf und muss noch etwas zulegen, denn noch waren gewisse Unsicherheiten zuletzt beim Spiel gegen die Freiburger zu sehen. Es geht also noch besser. Bis zu den Auswärtsspielen im neuen Jahr hat VSG-Trainer Milan Maric dann noch Einiges zu tun: Durmersheim, Delitzsch, Dachau und Leipzig könnten so manchen Coburger Traum platzen lassen.

Die jungen Sachsen kommen

Die sympathischen Jungs von der TSV Zschopau haben Blut geleckt. Hat man doch nicht auf heimischen Hallenboden einen mächtigen Gegner wie die TG Rüsselsheim, die vom argentinischen Trainer Luis Ferradas motiviert wird, mit 3:2 nach Tiebreak ohne Punkte nach Hause geschickt. "Mit Verlaub, Herr Maric, das ist ein Ausrufezeichen." Denn gerade in den Rüsselsheimern haben die VSGler ein sehr starkes Team gesehen, bei dem der Trainer sämtliche Register seines Könnens sowie alle Talente seiner Spielerquelle nutzen musste, um ungeschoren nach Hause fahren zu können. Der TSV schlägt die TG, das ist ein echtes Ding.
Denkt die VSG zurück an das Auswärtsspiel in der Motorradstadt, so sieht man vor dem geistigen Auge ein homogenes Team, das insgesamt den Rekord von fünf nacheinander folgenden Aufstiegen praktiziert hatte. Heute spricht davon keiner und die Enttäuschung bei den MZ-Machern ist groß, ist man derzeit lediglich nur auf dem vorletzten Platz. Dass man es "drauf" hat, das hat man gegen die VSG auch schon bewiesen. Die Zschopauer hatten sich einen verdienten Satz überlegt und überlegen geholt, hatten immer gut dagegengehalten und sind somit auch insgesamt gefährlicher einzuschätzen als die Freiburger vom letzten Samstag.

Coburger Unterstützung

Die Aufsteiger aus Sachsen haben selbst eine schöne Halle in ihrem Heimatort, die ähnlich wie die Schmiede, mehr als gut besucht ist. 500 Zuschauer sind keine Seltenheit und in Coburg stellt man sich darauf ein, dass die Gegentrommler sich bereits formieren, um im nahen Frankenland kräftig auf die Pauke zu hauen. Die VSG muss also alle Fans, Zuschauer und Anhänger in Bewegung setzen, damit eine Lautstärken-Dominanz in der heimischen Arena erreicht werden kann. Doch da melden sich auch schon Unterstützer aus anderen Vereinen an. Wie man von BBC und HSC sowie den Neuseser Handballern hören kann, könnten sich auch viele Supporter für den Coburger Volleyballverein blicken lassen.
Das VSG-Team rund um den Spieler des Tages "red sox" Marcel Herrmann ist richtig gut drauf. Bis heute gibt es keine Krankmeldungen. Auch Max Meuter wird wieder mit von der Partie sein. Gerade bei den starken Sprungaufgaben der Zschopauer muss er als "Bank" fungieren.

Maric hat Respekt

Der VSG-Trainer hat die Zschopauer natürlich während der Saison verfolgt nd sich eine Meinung gebildet: "Die Zschopauer haben eine gut eingestellte Mannschaft und hatten bisher sehr viel Pech in ihren Spielen. Sie hätten den ein oder anderen Punkt holen können, waren dann nicht ganz konstant im Angriff oder haben in der Annahme nachgelassen. Das hat ihnen bisher einige Zähler gekostet. Im Vergleich zu anderen Teams können es die Sachsen auch noch schaffen, weiter nach vorne zu kommen. Was sie zu leisten vermögen, dass hat man jetzt gegen Rüsselsheim gesehen. Respekt. Zu den Fragen zu einem möglichen Aufstieg bitten wir noch um etwas Geduld. Zum Ende der Saison wollen wir aber auf jeden Fall auf einem der ersten drei Plätze stehen!"

Tombola zum Jahresabschluss

Die VSGler scheinen derzeit alle mächtig und erfolgreich am Glücksrad zu drehen, denn sie haben sich für den letzten Heimspieltag in diesem Jahr viel vorgenommen. Als Aktion eine große Tombola veranstaltet. Die Erlöse daraus kommen den KlinikClowns zu gute. Man hofft, dass durch dieses soziale Engagement sowie durch den Impuls, pro zahlendem Gast einen Euro für diese Aktion zur Verfügung zu stellen, schnell ein Betrag von über 1000 Euro anwächst. Eine tolle Sache, wenn es klappt und recht viele Zuschauer dieses Spiel sehen möchten.
Wieder aufgelegt wird das Golfspiel für den Citroen DS3 aus dem Hause Grosch. Die Auflösung des Spielers des Tages lässt man nun im Internet, auf Facebook und der www.vsg2001.de verkünden, damit der gezogene Sieger seinen Gewinn beim nächsten Spiel abholen kann.

Das VSG-Aufgebot

Für die VSG Coburg werden am Samstag, ab 19.30 Uhr, spielen: Patrick Speta, Gilles Braas, Max Meuter, Marcel Herrmann, Sven Kellermann, Lukas Gudas, Benjamin Kucera, Jonas Ickerott, Max Kessel, Steffen Reinsch, Hans-Peter Nürnberger und Johannes Engel. - Trainer: Milan Maric. - Co-Trainer: Volker Pohl.