In der Fechheimer Kirchenscheune laufen die Vorbereitungen für das Musical "Der verlorene Sohn" auf Hochtouren. Am 22. März um 9.30 Uhr beim Vorstellungsgottesdienst sowie am 12. April um 15 Uhr werden die 22 Konfirmanden ihr Erlerntes zum Besten geben.

Der extra für das Musical gegründete Projektchor trifft sich seit Januar einmal wöchentlich sowie an einem Probentag, um mit Chorleiterin Lena Baudler Stücke wie "Ich geh' heim" mit der passenden Choreografie einzustudieren. Bei dem Chor darf jedes Kind ungezwungen mitsingen. "Die Kinder kommen zu den Proben, da es ihnen Spaß macht, sie Lust darauf haben und in erster Linie nicht dazu gezwungen werden!"

Auch die Solosängerinnen wie Daniela Schneider haben sich freiwillig gemeldet. Die Chorproben mit den Kindern im Durchschnittsalter von zehn bis zwölf Jahren machen der Musikpädagogikstudentin Lena Baudler sehr viel Spaß. "Die Jugendlichen sind sehr motiviert und diszipliniert."

Besonders betonen möchte sie, dass es heutzutage nicht selbstverständlich ist, dass Kinder freiwillig bei einem Chor mitwirken. Die Choreographie haben sie von Adonia Deutschland, von dem auch die Rechte des Stückes sind, übernommen.

Die Konfirmandenarbeit für das Stück wird von Pfarrer Kurt Lohris, Heidi Rädlein und Andrea Kessel übernommen. Das Musicalprojekt der Konfirmanden wird bereits das dritte Jahr hintereinander durchgeführt. Die Entscheidung für das Stück "Der verlorene Sohn" fiel nicht schwer, da es leicht umzusetzen ist.

Aber ohne die tatkräftige Hilfe der Konfirmandeneltern wäre das ganze Projekt nicht möglich. Die Eltern unterstützen die Konfirmanden- und Chorleitung zum Beispiel bei der Technik, der Bestuhlung der Kirchenscheune oder beim Bau des Bühnenbilds.


Geduld gefragt

Die Jugendlichen haben nach Aussage von Heidi Rädlein ihrem Alter entsprechend mitgearbeitet. "Man benötigt viel Geduld und einen langen Atem bei den Proben." Die Rollen, die die Konfirmanden spielen, haben sie sich selbst ausgesucht, denn sie müssen auch hinter der Rolle stehen.

Im Stück geht es um zwei Brüder, von denen einer der beiden in die weite Welt reisen möchte, am Ende aber ohne Geld und verzweifelt wieder zurück zu seinem Vater kommt. Dieser nimmt den Sohn ohne Vorwürfe wieder auf.

Das Stück soll den Jugendlichen vermitteln, dass sie jederzeit ins Haus Gottes zurückkehren können.
Die Konfirmanden fanden die Idee, ein solches Musical aufzuführen, gut, da die Musicals in den letzten drei Jahren sehr gut angekommen waren.