Tänzer, Choreograf, Model, Sänger, das Gesicht für Coburgs Imagekampagne in der Metropolregion - für einen 24-Jährigen ist das eine stolze Bilanz. Für Robin Höhn sind es Ausdrucksformen seiner Kreativität und längst noch nicht alles, was in ihm arbeitet. Sein neuestes Projekt: eine Single mit dem Titel "Liquid Love", die Teil eines Albums ist, an dem der in Berlin lebende Coburger derzeit arbeitet. Text und Musik schreibt er selbst: "Die Songs sind gerade in Arbeit und ich bin fleißig im Studio. Ich habe Tausende Ideen im Kopf. Ich schreibe mir viel von der Seele und wachse sehr an diesem Prozess", erzählt er. Bei "Liquid Love" geht es um einen Menschen, der Einsamkeit und Frust in Alkohol ertränkt und in einen Teufelskreis gerät. Damit kennt Robin Höhn sich aus, er weiß aus eigenem Erleben um die zerstörerische Wirkung von Alkohol und Drogen und engagiert sich seit vielen Jahren gegen deren Missbrauch. Mit dem Song wolle er die Ernsthaftigkeit des Themas spielerisch vermitteln, sagt er.


Ideen schreibt er auf

Dabei unterstützt ihn der schwedische Künstler und Produzent Caisedo. "Wir arbeiten eng zusammen, feilen an Beats und Sounds und sind für alles offen, was uns in den Kopf kommt. Videos und Auftritte sind auf jeden Fall geplant." Während "Liquid Love" eher elektronisch klingt, werden die anderen Titel des Albums beatlastiger mit R'n'B-Einflüssen sein, erläutert Robin Höhn. Die Texte entstanden in ganz unterschiedlichen Situationen. "Mal habe ich sie auf dem Weg zu 'nem Job, mal mitten in der Nacht auf meiner Couch geschrieben. Ich habe immer mein Notizbuch dabei und schreibe alles auf, was mir in den Sinn kommt. Letztens hatte ich so einen Flash und konnte nicht mehr aufhören. Es ist einfach nur geflossen und plötzlich hatte ich drei Songs geschrieben. Es macht mir unheimlichen Spaß, mich auf dieser Ebene auszutoben." Die Musik erarbeite er zusammen mit Caisedo, ergänzt der 24-Jährige. "Er ist sehr geduldig mit mir. Letztens hat er eine ganze Nacht an einem Gitarren-Solo gesessen und es mir dann am nächsten Tag vorgespielt. Aber mir hat es überhaupt nicht gefallen, also haben wir es wieder verworfen." Er wisse sehr genau, wie er die Musik haben möchte und Caisedo setze das zu 99 Prozent um. "Dafür bin ich ihm extrem dankbar."

Ganz unerfahren ist Robin Höhn in diesem Metier nicht. Vor einigen Jahren hat er zusammen mit Elisabeth Funk das Projekt "Fair Enough" gegründet. Mit ihrer Musik setzen sich die beiden für Menschenrechte, den Tier- und Umweltschutz sowie gegen Alkohol- und Drogenmissbrauch ein. Seit Robin Höhn in Berlin lebt, ist es schwieriger geworden, sich zu treffen und zu proben, aber aufgeben wollen sie ihr Projekt nicht. Doch jetzt braucht erst einmal das Debut-Album viel Kraft und Zeit. Auf Youtube gibt es mit "Liquid Love" schon einmal einen Vorgeschmack.