"Me sächt ja nex - me meet ja blous" unter diesem Motto stand wieder die bekannte Welsberger Faschingsveranstaltung des SC Holzwurm in der Holzwurmhalle, die mittlerweile im gesamten Landkreis bekannt ist. Wilfried Steiner sorgte für die musikalische Stimmung und führte mit Witz und Charme durch die zwölf lustigen Programmpunkte, die sich die Mitglieder SC Holzwurm ausgedacht haben.

In die Mangel genommen

So war vier Stunden lang Frohsinn in der Halle am Ortsausgang angesagt. Dabei wurde der Nachbarort Schottenstein ab und zu ganz schön in die Mangel genommen. Gleich zweimal traten die Welsberger Traschweiber, "Erna und Babet" (Günther Rose und Hans Eduard Dinkel) in unterschiedlichen Outfits auf. Die Tratschweiber sind schon seit vielen Jahren ein fester Bestandteil im Welsberger Fasching. Babet war in diesem Jahr zum ersten Mal dabei, da die in Welsberg bekannte "Tratschkattel" Frieda verhindert war. Sie nahmen das Dorfgeschehen auf die Schippe und erzählten wahre Welsberger Geschichten.

Auch das Männerballett war zweimal auf der Bühne. Dabei wurde der Tanz der kleinen Holzwürmer, wo ein Teil der Akteure hinter einem schwarzen Vorhang waren, aufgeführt. Außerdem tanzten die Männer unter dem Titel "Why am see ay" (YMCA) und zeigten ihre Reize. Im Männerballett wirkten Bernd Wittmann, Christoph Dinkel, Stefan Herr, Martin Stüllein und Sven Fertsch mit. Ihre Trainerin ist Ines Semm.

Claudia Rose sprach in lustiger Weise als "Burgfräulein" vom Keuschheitsgürtel und vom "String-Tanga".
"Mei Hockerla" hab ich immer dabei, das war das Thema der "kleinen" Oma Leni, alias Helene Melper, die zum ersten Mal vor einem großen Publikum auftrat und ihre Büttenrede frei und ohne Hilfsmittel gekonnt in Reimen vortrug. Dabei musste sie oft über sich selbst lachen. Damit hatte sie auch die Lacher und die Gunst des Publikums voll auf ihrer Seite.

Was macht eigentlich ein Bestatter?

Über die Arbeit eines Bestatters informierte Christoph Dinkel und stellte zum Thema Weltraumbestattungen fest: "Wer sich in Schottenstein beerdigen lässt, ist dann schon hinter dem Mond!"

Das bäuerliche Familienleben hatten Bernd Wittmann und Peter Semm als "Klein Ilse" und "Fritzchen" zum Thema. Sie kamen sogar mit einem Traktor und einem Kinderwagen mit einem dunklen Baby auf die Bühne. Heidi Wittmann ist eine "Flotte Oma", die mit Rollerskatern zu sehen war. Sie erzählte munter von den Erlebnissen mit ihren Enkeln.

Während der Sitzung wurde der Welsberger Faschingsorden, der in der gesamten Saison nur einmal an verdiente Narren vom SC Holzwurm verliehen wird, an Wilfried Steiner überreicht. Den Abschluss bildete das große Finale mit allen Mitwirkenden des Welsberger Faschings.