von unserer Mitarbeiterin Uta fujiyama

Briefmarken, Motorräder, Kronkorken - all dies sind Sachen, die viele Menschen als ihr Hobby sammeln. Auch Rentner Claus Kalb sammelt gerne, jedoch eher etwas Unkonventionelles: Bei ihm sind es Teddybären. 1535 hat er sorgfältig mit Nummer und Name aufgelistet, es seien aber noch viele mehr, die gar nicht in seiner eigens angefertigten Liste stehen, erzählt er.

1997, vor 18 Jahren also, hat das Ganze mit dem ersten Teddybären angefangen. Seitdem kaufte er sich immer mehr Bären. "Die meisten kaufe ich auf dem Flohmarkt, viele bekomme ich aber auch geschenkt", sagt er. Manchmal leistet er sich auch mal einen Teddybären der Firma Hermann in Cortendorf. Im Gegensatz zu den niedrigen Preisen auf dem Flohmarkt, von einem bis acht Euro, kann dort ein Teddybär schon mal 100 bis 120 Euro kosten. Wie viel Geld ihn seine Sammlung bis jetzt gekostet hat, weiß er nicht.

Ziemlich ausgefallen

In den Glasvitrinen seines Kellers, wo er die meisten Bären aufbewahrt, findet man nicht nur gewöhnliche Exemplare, sondern auch ziemlich ausgefallene. Stolz zeigt er den Musik spielenden Bären "Benno", den er vor zwei Jahren erworben hat. Weitere Besonderheiten sind beispielsweise der Pizzabär oder auch der "Professor", der auf einem Flohmarkt entdeckt wurde.

Auch im Urlaub wurde schon der ein oder andere besondere Bär entdeckt. Aus einem Supermarkt in Ruhpolding brachte er vor acht Jahren einen Bären mit, in den ein (funktionstüchtiges) Radio eingebaut ist. In einem anderen Urlaub kaufte er sich für ein paar Euro einen Bären, nur um diesem dann ein zuvor erworbenes Trikot von Bayern München anzuziehen. "Das Trikot hat im Endeffekt mehr gekostet als der Bär", fügt er lachend hinzu.

Lieblingsbär ist der Bratwurstbär

Zum 60. Geburtstag gab es für Claus Kalb sogar eine Sonderanfertigung. Die Firma Heuneck in Neustadt stellte für ihn einen Bären her, denn Kalb wollte einmal keinen Bären, der sitzt, sondern einen, der stehen kann. Nun hat der "Börny" seit bereits über vier Jahren einen Platz in Kalbs Wohnung gefunden.

Ein weiterer besonderer Bär ist der "Bratwurstbär", den er sich bei der Firma Hermann zulegte. Von diesem Bären gab es nur 250 Exemplare, das 95. ist bei ihm gelandet. Es sei sein Lieblingsbär, sagt er mit einem stolzen Lächeln. Die Verbindung zu Coburg mit der Bratwurst finde er dabei besonders schön. Es sei auch der teuerste Bär in seiner Kollektion.

Inzwischen hat er das Sammeln etwas reduziert

Mittlerweile versuche er, sich nicht mehr so viele Teddybären zuzulegen, erzählt er. "Ausgefallene findet man nicht mehr viele", fügt er auch noch hinzu. Kein Wunder, denn die meisten befinden sich wahrscheinlich auch bereits in seiner Wohnung.

Seinen Keller hat er unten extra hergerichtet, um dort die meisten Teddybären aufzubewahren. Vor zehn Jahren hat er dort die erste Glasvitrine hingestellt. Mittlerweile ist der Raum voll von Glasvitrinen. Auch in seiner Wohnung oder in seinem Garten findet man ein paar Teddybären. Den allerersten Teddybären, mit dem alles anfing, findet man noch in seinem Wohnzimmer auf einem Sonderplatz.