Die Energieversorgung in Seßlach und Umgebung ist sicherer geworden. Die SÜC nahm ihr neues Schalthaus zwischen Seßlach und Rothenberg in Betrieb.

Herzstück des Schalthauses, mit zweimal 20 Megawatt Leistung, ist die Schaltanlage, die komplett von der Netzleitstelle in Coburg aus 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr überwacht und gesteuert wird.

Eine wichtige Aufgabe, die das neue Schalthaus erfüllt, ist die Einspeisung und die Verteilung der Energie auf die einzelnen Ortschaften. Für den Netzschutz befinden sich in zwei extra Räumen große Transformatoren. Auch ein schnelles Internet wird durch das neue Schalthaus gewährleistet, in einem weiteren externen Raum sind die sogenannten POP`S, der Hauptverteilungspunkt für das schnelle Internet, untergebracht.
Der Geschäftsführer der SÜC, Götz-Ulrich Luttenberger, betonte, dass die Bauzeit für das neue Schalthaus nur sechs Monate betrug. Die SÜC habe mehrere Millionen Euro in das Objekt investiert. Es wurden zusätzlich 53 Kilometer Kabel, sowie über 100 Kilometer Glasfaserkabel in die Erde verlegt, um das schnelle Internet für Seßlach sicherzustellen.

Mit dem Standort Seßlach habe man die erste Wahl getroffen, sagte Luttenberger. Die zweite Wahl wäre Triebsdorf, ein Ortsteil der Gemeinde Ahorn gewesen. Er ging auf verschiedene Gründe ein, warum man nicht dort gebaut hat, darunter die Hochwasser-Situation. "Wasser und Strom passen nicht zusammen", stellte er fest.

Das neue Schalthaus ist ein wichtiger Baustein für die Versorgungssicherheit in der Region und eine gute Chance die Energiewende zu meistern, sind die Verantwortlichen überzeugt. Denn in Seßlach sind zwei Biogasanlagen und zwei Wasserkraftanlagen vorhanden, die 8000 Kilowattstunden Strom ans Netz liefern. Dazu kommen einige Photovoltaikanlagen, die im Stadtgebiet aufgestellt sind. "Damit haben wir gute Chancen autark zu werden", freut sich Hendrik Dressel (FW). Erfreut ist der Bürgermeister auch darüber, dass gleichzeitig Glasfaserkabel verlegt wurden, damit steht jedem Bürger und dem Gewerbe der Anschluss an die Daten-Autobahn zur Verfügung. Über 100 Kilometer Mittelspannungskabel und Glasfaserkabel wurden im Stadtgebiet verlegt. Man möchte in Seßlach mit einem schnellen Internetanschluss ein guter Standort für das Gewerbe sein, aber auch Wohnqualität anbieten. Der große Wunsch des Bürgermeisters ist es, dass die Eon das Stromnetz der Stadt wieder an die SÜC übergibt. Es gebe keinen Grund diese Übergabe nicht zu vollziehen.

Dieter Timmermann von der Firma ABB, die die Schaltanlage lieferte, stellte fest, dass die SÜC immer auf dem neuesten Stand sei und für die Zukunft gerüstet sei und die täglichen Herausforderungen brillant meistert. Er überreichte an den Geschäftsführer Götz-Ulrich Luttenberger eine Vakum-Schaltkammer, die im Schalthaus verbaut ist.

Mit dem obligatorischen Knopfdruck von Bürgermeister Hendrik Dressel und Götz Ulrich Luttenberger wurde das neue Schalthaus in Betrieb genommen. Auch die Bürger hatten die Möglichkeit, sich im Schalthaus umzusehen.